Escherndorf

Erhalt der Baukultur: Drei Staatspreise gehen nach Unterfranken

15 Sieger unter 2000 Bewerbern: Mit Escherndorf, Friesenhausen und Stadtlauringen kommen gleich drei der herausragenden Projekte der Dorferneuerung aus Unterfranken.
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Für die Sanierung seines Weinguts in Escherndorf (Lkr. Kitzingen) erhält Rainer Sauer einen der 15 bayerischen Staatspreise für Erhalt der Baukultur im ländlichen Raum. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
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Ein denkmalgeschütztes Gebäude erhalten und ein Schmuckstück fürs Ortsbild schaffen – beides ist dem Weingut von Rainer Sauer in Escherndorf (Lkr. Kitzingen) auf herausragende Weise gelungen. Diese Ansicht vertrat eine Kommission aus Architekten, Heimatpflegern und Fachleuten der Verwaltung für Ländliche Entwicklung und verlieh dem Winzer laut einer Mitteilung des bayerischen Landwirtschaftsministeriums einen der 15 Staatspreise für Erhalt der Baukultur im ländlichen Raum. Zur Auswahl standen dieses Jahr fast 2000 Projekte.

Insgesamt gehen drei der alle zwei Jahre vom Freistaat bayernweit vergebenen Preise für vorbildliche Projekte der Dorferneuerung nach Unterfranken. Neben dem Escherndorfer Weingut überzeugten Andrea Meub aus Friesenhausen (Lkr. Haßberge) die Jury mit der Sanierung eines früheren Kolonialwarenladens, der 40 Jahre leer gestanden hat, sowie die Gemeinde Stadtlauringen (Lkr. Schweinfurt) mit der Sanierung und Umnutzung des Alten Rathauses in Oberlauringen zum Rückert Poetikum. Das Kulturhaus ist eine Erinnerung an den Dorfamtmann und Dichter der „Geharnischten Sonette“, der von 1793 bis 1802 um die Ecke lebte. Die Übergabe der mit je 2000 Euro dotierten Preise ist am 24. Oktober in München.

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