Iphofen

Erfolgsgeschichte: Erneuerung der Iphöfer Stadtteile

Dörfer haben eine Zukunft haben – wenn sich die Einwohner wohlfühlen. Wie das gelingen kann, zeigt ein neues Buch der Stadt Iphofen.
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Der ehemalige Stadtplaner Hartmut Schließer hat im Team mit Buchdesignerin Catherine Avak und der Autorin Daniela Röllinger das Buch "Iphofen - Die Dörfer haben Zukunft" in der Verkündhalle des Iphöfer Rathauses vorgestellt. Foto: Timo Lechner
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Iphofen – das ist mehr als die rund 3000 Einwohner in der mittelalterlichen Stadt. Das sind auch die sechs Stadtteile Birklingen, Dornheim, Hellmitzheim, Mönchsondheim, Nenzenheim und Possenheim, in denen etwa 1600 Menschen leben. Vor rund einem Vierteljahrhundert entschloss sich der Stadtrat, die Dörfer mithilfe von Förderprogrammen fit für die nächsten Generationen zu machen. Die Ergebnisse werden im neuen Buch "Iphofen - Die Dörfer haben Zukunft" eindrucksvoll dokumentiert.

Stadt und Ortsteile sind zusammengewachsen

Rund 25 Millionen Euro sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten in die Dorferneuerung geflossen. Dabei wurden viele Bürger unterstützt, die ihre Anwesen herrichteten, jedes der fünf Dörfer besitzt mittlerweile ein Bürgerzentrum, die zentralen Dorfplätze wurden saniert. Wie Iphofens Bürgermeister Josef Mend in der Verkündhalle des Rathauses erklärte, sei in diesen Jahren die Stadt mit ihren Ortsteilen zusammen gewachsen.

Eine echte Erfolgsgeschichte. Vor zahlreichen Gästen meinte Mend selbstbewusst mit Blick auf die Ergebnisse der Förderung: "Wir schlagen jede Stadt." Lob gab es auch von Norbert Böhm, Abteilungsleiter der Städtebauförderung bei der Bezirksregierung. Es gebe Landkreise, in denen auch mit Geld nicht viel zu machen sei, wenn die Menschen letztlich nicht mitziehen.

Hartmut Schließer, ehemals Stadtplaner für Iphofen, hat nach einem bereits erschienenen Band mit dem Fokus auf die baulichen Entwicklungen in der Stadt Iphofen nun ein zweites Buch im Team mit Buchdesignerin Catherine Avak und der Autorin Daniela Röllinger vorgelegt. Herausgekommen ist ein umfangreich bebildertes und mit vielen Zahlen und Fakten garniertes Werk, das nicht nur den Werdegang der Dörfer in 25 Jahren dokumentiert, sondern auch mit persönlichen Geschichten aufwartet.

Dorferneuerung ist ein stetiger Prozess

Da ist Johannes Schwab, der im mit rund 60 Einwohnern kleinsten Stadtteil Birklingen aus einer ehemaligen Klosteranlage ein modernes Restaurant gemacht hat, Christian Gimperlein, der von Dornheim aus Werbefilme für internationale Unternehmen produziert oder die Wolfs aus Nenzenheim, die mitten im Dorf ein altes Anwesen hergerichtet haben. Vorgestellt werden Margit Weigand und Alfred Kräutlein, die über das Projekt Bürgerhaus Possenheim berichten, Rosi und Wolfgang Beyhl stellen das Museumsdorf und den Verein in Mönchsondheim vor, mit Herbert Weigand aus Hellmitzheim geht es in einen modernen Schweinestall.

Verschwiegen werden in dem Buch nicht die weniger gelungenen Entwicklungen wie flächendeckende Photovoltaikanlagen, oder die immer noch zahlreichen Leerstände in den Altorten. Die Buchautoren wagen aber auch den positiven Ausblick, zeigen Tendenzen für neue Wohnformen und Mobilitätskonzepte auf. Die Dorferneuerung ist ein stetiger Prozess.

Das Buch "Iphofen - Die Dörfer haben Zukunft" ist in einer Auflage von 1000 Stück erschienen und bei der Stadt Iphofen erhältlich.

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