Die Tanzgarden des TSV/DJK Wiesentheid erwiesen sich im vergangenen Jahr neben einigen Einzelsportlern wieder als die sportlichen Aushängeschilder Wiesentheids. Bei der Ehrung der erfolgreichen Sportler hob Bürgermeister Werner Knaier die Leistungen der zumeist recht jungen Sportler hervor. „Wir sind sehr froh, dass Sie Wiesentheid auf nationaler und internationaler Ebene vertreten“, sagte Knaier.

Über Deutschland hinaus ist Marika Heinlein unterwegs und siegreich. Die Ultraläuferin gehörte mit ihren Resultaten bei Welt- und Europameisterschaften zu denen, die Bürgermeister Knaier besonders würdigte. Platz drei erreichte sie im vergangenen Jahr in ihrer Altersklasse auf internationaler Ebene im 24-Stunden-Lauf. Die von ihr dabei zurück gelegte Distanz von 205 Kilometern ließ Knaier erstaunen. Bei den bayerischen und deutschen Meisterschaften im 100-Kilometer-Lauf landete die für den FC Geesdorf startende Sportlerin jeweils auf dem zweiten Rang.

Mit Waldemar Merker wurde ein Judokämpfer des TSV/DJK Wiesentheid Deutscher Meister in seiner Gewichtsklasse bei den über 30-Jährigen. Die Reiterin Hanna Brendler aus Reupelsdorf gewann bei den Fränkischen Meisterschaften der Vielseitigkeit im Einzel und in der Mannschaft. Außerdem wurden mit Benedikt Burlein und Niklas Ruppert zwei junge Badmintonspieler ausgezeichnet, die auf unterfränkischer Ebene ganz vorne mit dabei sind.

„Keine Lust, das gibt's bei uns nicht.“
Pia Hanauer von der Tanzgarde des TSV/DJK Wiesentheid

Bereits Stammgäste bei der Ehrung sind die Gardetänzerinnen, die es in diesem Jahr neben ersten Plätzen auf bayerischer und deutscher Ebene auch bis auf Platz drei in Europa schafften. Besonders erfolgreich ist seit Jahren etwa das Tanz-Duo mit Pia Gonetz und Helena Stafflinger. Sie tanzen bereits seit fünf Jahren zusammen und starteten diesmal erstmals in der Hauptklasse. „Das ist viel schwieriger“, meinte Helena Stafflinger. Und zeitaufwendig, zumal es für beide im Gymnasium so langsam auf den Abschluss zugeht. Einmal die Woche trainieren beide zusammen, dazu je zweimal noch mit ihren Gruppen, in denen sie zusätzlich mitmachen.

Noch etwas jünger ist Jana Mertins, die in der Kategorie Schülerklasse Solo bayerische Meisterin wurde, auf deutscher und europäischer Ebene belegte sie Rang drei. Sie, wie auch ihre Freundinnen, die in den Schautanzgruppen einige Erfolge einfuhren, können sich ein Leben ohne ihren Sport kaum vorstellen. „Keine Lust, das gibt's bei uns nicht“ meinte etwa Pia Hanauer. Trainiert wird nahezu das ganze Jahr über, teilweise mehrmals die Woche.

Der Sport bringe ihnen manche Vorteile. Privat sind viele gut befreundet, auch im Sportunterricht in der Schule falle vieles leichter. Beim Turnen etwa tue man sich leichter, Kondition hat man auch mehr, als andere, stellten die Mädels fest. Gerne würde manche, wie Jana Mertins, auch später im Bereich Tanzen oder Sport tätig sein. Bis dahin hat sie noch Zeit und vielleicht den ein oder anderen weiteren Erfolg. Ausgezeichnet wurden außerdem Jana Schulz (Schülerklasse Solo), das Tanzduo Anna-Lena Stevens und Pia Hanauer (Jugendklasse Duo), sowie die Gardetanzgruppen im Schautanz in den Kategorien Freestyle, Charakter und Modern in verschiedenen Altersklassen. Eine Urkunde erhielt die Jungen-Handballmannschaft Altersklasse 3 der Nikolaus-Fey-Schule. Sie gewannen den Wettbewerb auf Landkreisebene und erreichte im Bezirk Platz zwei.

Bei der Sportlerehrung wurden zudem die Sportabzeichen verliehen. Siegfried Schmiedl vom TSV/DJK nahm nicht nur die Prüfungen ab, er schaffte zudem bereits zum 35. Mal das Abzeichen in Gold.

Sportabzeichen: Geehrt wurden Renate Klein, Walter Hahn, Klaus Jakel, Andreas und Josef Laudenbach, Manfred Ridder, Siegfried Schmiedel, Christian Sturm, Peter Wilms, Rudi Zimmermann, Georg, Brigitte, Moritz und Dominik Hahn, Nico und Milou Schmid, Hannah-Luisa Schäffel, Carolin und Victoria Bart, Georg und Xaver Reich, Viktoria Wagner, Birgit, Andreas, Julia und Katrin Sinning, Alina und Sara Sofei Mengler, Carlotta Haissig, Laura Geiling, Eva Fehlbaum, Sopühia Kuhnert, Julia Hahn, Anna Maria von Schönborn, Alina Lorey, Cara Peschke, Katharina Vicedom, Anouk Wicher und Nicole Wehrwein.