Großlangheim

Erfolg und Schmerz liegen für Fußballer nahe beieinander

Zur Hauptversammlung eines Vereines gehört immer auch die Totenehrung. Beim FC Eintracht Großlangheim stand diesmal nur ein Name an der Leinwand: Heinz-Gerd Engelhardt war der Jugendleiter des Vereins und ist vor wenigen Wochen überraschend gestorben. Der Vorsitzende Dominik Droll erklärte, dass Engelhardt sich seit 2008 für die Belange der jüngsten Vereinsmitglieder eingesetzt hatte. "Die Jugend war ihm immer am Herzen gelegen", meinte Droll. Zudem hat er den Verein im Festausschuss des Wein|See|Lig vertreten. Der Tod des engagierten Rechtsanwaltes kam so überraschend, dass noch kein Nachfolger gefunden wurde.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ehrungen beim FC Eintracht in Großlangheim. Foto: Regina Sterk

Zur Hauptversammlung eines Vereines gehört immer auch die Totenehrung. Beim FC Eintracht Großlangheim stand diesmal nur ein Name an der Leinwand: Heinz-Gerd Engelhardt war der Jugendleiter des Vereins und ist vor wenigen Wochen überraschend gestorben. Der Vorsitzende Dominik Droll erklärte, dass Engelhardt sich seit 2008 für die Belange der jüngsten Vereinsmitglieder eingesetzt hatte. "Die Jugend war ihm immer am Herzen gelegen", meinte Droll. Zudem hat er den Verein im Festausschuss des Wein|See|Lig vertreten. Der Tod des engagierten Rechtsanwaltes kam so überraschend, dass noch kein Nachfolger gefunden wurde.

Abgesehen von diesem schmerzlichen Verlust liegt ein erfolgreiches Jahr hinter dem Verein. Vor allem die finanzielle Lage at sich wieder etwas entspannt. Seit vielen Jahren plagen den FC Eintracht hohe Schulden, die im vergangenen Jahr deutlich reduziert werden konnten. Norbert Droll, der in Vertretung von Melanie Schumpa den Kassenbericht verlas, vermeldete stolz, dass über 9000 Euro weniger im Minus stehen als noch im Jahr zuvor. Den Grund dafür sieht der Vorstand vor allem in den gut besuchten Veranstaltungen. Ob Fischessen oder Schafkopfturnier, der FC Eintracht ist immer wieder Gastgeber auch für die ganze Dorfgemeinschaft. Lediglich die Dorfmeisterschaft zu Pfingsten lief in den letzten Jahren nicht mehr so gut, hier soll dieses Jahr ein neues Konzept die Besucher in den Kranzerweg locken. Außerdem hat der Verein Verträge mit diversen Sportsendern und überträgt vor allem die Spiele des FC Bayern und der Nationalmannschaft live. Und trotz der nicht sehr erfolgreichen WM in Russland konnten sich die Umsätze in diesem Bereich sehen lassen.

Ab dem kommenden Jahr werden die Mitgliedsbeiträge erhöht, das hat die Versammlung am Montag einstimmig befürwortet. Dabei zahlt ein Erwachsener künftig 50 statt 45 Euro, ein Jugendlicher 35 statt 25 Euro. Der Grund für die Erhöhung sind vor allem Vorgaben des Verbandes, der etwa Fördermittel nur zur Verfügung stellt, wenn die Mitgliedsbeiträge eine bestimmte Höhe überschreiten.

Jubiläum steht bevor

Im nächsten Jahr wird der Verein 100 Jahre alt und das soll gefeiert werden. Der Vorsitzende bat die Mitglieder, sich das letzte Juli-Wochenende freizuhalten, ein genaueres Konzept für die Feier wird noch erarbeitet. Bürgermeister Karl Höchner dankte dem "jungen und dynamischen Vorstandsteam" für seine Arbeit. Vor allem die verbesserte Kassenlage freute ihn. Im Bezug auf anstehende Investitionen für Renovierungsarbeiten sagte er die Unterstützung der Gemeinde zu: "Ich erwarte euren Antrag!"

Aktuell zählt der Verein 259 Mitglieder, davon 24 Jugendliche. Der geringe Anteil an Jugendlichen machte sich dann im Bericht des stellvertretenden Vorsitzenden Aleksander Schuster bemerkbar, der einen Überblick über den sportlichen Stand gab. In allen Altersgruppen sind die Mannschaften in einer Spielergemeinschaft mit Kleinlangheim und Wiesenbronn, viele Spieler gehen wegen Studium oder Ausbildung erst einmal weg. Momentan sei man dabei, ehemalige Jugendspieler in den Verein zurückzuholen, so Schuster. Die Mannschaft würde in der kommenden Saison verjüngt. Ob es dann mit dem Aufstieg aus der A- in die Kreisklasse klappt, ist für ihn nicht das Wichtigste: "Die Jungs sollen mit Spaß am Sport Fußball spielen, diesen Druck den Aufstieg unbedingt schaffen zu müssen, sollten wir von der Mannschaft nehmen."

Ehrungen

Am Ende gab es Ehrungen für langjährige Mitglieder des FC Eintracht. Für zehn Jahre aktiven Fußball wurden Julia Förth, Nico Köhler, Marius Popp, Aleksander Schuster und Christopher Wagner geehrt. Seit 25 Jahren sind Simon Puchert, Matthias Will, Elmar Fries, Ralf Köhler, Petra Köhler und Reiner Zahn im Verein. Seit 30 Jahren dabei und seit 15 aktiv sind Kerstin Keim und Achim Müller. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Martin Dürr, Otmar Estenfelder, Adolf Habermann, Hermann Helmer, Norbert Henke, Max Lindner, Michael Pfriem, Hermann Voss, Heinz Zippelius und Norbert Droll ausgezeichnet. Seit 50 Jahren sind Alois Bauer, Willi Habermann, Peter Heinlein und Dietmar Worschech im Verein. Und für stolze 70 Jahre Mitgliedschaft erhielten Otto Dürr und Daniel Henke eine Auszeichnung.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.