Einen verbissenen Wettkampf lieferten sich am Samstagnachmittag sechs Jugendgruppen des Technischen Hilfswerks auf der Mainlände in Lohr. Jugendliche aus Karlstadt, Kitzingen, Lohr, Marktheidenfeld und Obernburg im Alter von mindestens zehn Jahren stellten sich der Herausforderung des Bezirksjugendwettbewerbs des Technischen Hilfswerks (THW).

Am Ende sicherte sich der Hilfskräftenachwuchs aus Obernburg vor den Teams aus Kitzingen und Lohr den Sieg. Der Sieger fährt nun zum Landeswettkampf.

Eingeteilt in Mannschaften von sechs bis maximal zehn Jugendlichen und einem zulässigen Gesamtalter der Teams von 140 Jahren hatten die Teilnehmer zuvor in 90 Minuten anspruchsvolle Aufgaben zu bewältigen. Dazu zählten beispielsweise die Wasserförderung ebenso wie der Aufbau von Stromversorgung und Beleuchtung, die Holzbearbeitung, das Heben von Lasten sowie Geschicklichkeitsaufgaben.

Beim Errichten eines Wasserturms banden die Teilnehmer zwei Dreiböcke verbunden durch Querholme mit Spanngurten zusammen. Auf den Querholmen befestigten die Jungen und Mädchen zwei Riegelhölzer mit Schnürbunden auf einem Fass. Begehbar war die Konstruktion über zwei Steckleitern. Bei der Übung „Wasserförderung“ wurde mit einer Tauchpumpe Wasser in ein Wasserfass befördert.

In der Kategorie „Stromversorgung und Beleuchtung“ kam es darauf an, für ausreichend Licht bei Nachteinsätzen zu sorgen. Zwei Scheinwerfer stellten die Teams so auf, dass die Arbeitsstellen Wasserturm und Holzbearbeitung ausreichend beleuchtet werden konnten.

Nach Planvorgaben sollte bei der Holzbearbeitung eine mit Folie ausgekleidete Wasserrinne aufgebaut werden, wobei die Holzblöcke zum Tragen der Rinne gezimmert werden musste.

Bei der Geschicklichkeitsaufgabe sollte aus drei Rundhölzern ein sogenanntes „laufendes A“ gezimmert werden, um danach damit eine vorgegebene Strecke zurückzulegen. Ein Jugendlicher setzte sich getragen von den Anderen auf die Querstreben.

Auf Schnelligkeit kam es bei den Aufgaben weniger an, vielmehr bewerteten die Schiedsrichter eine saubere Ausführung der Anforderungen. So war darauf zu achten, die Übungen in der richtigen Reihenfolge zu bearbeiten, Knoten ordentlich zu binden oder sich an die Unfallverhütungsvorschriften zu halten. Nach Auskunft der beiden Oberschiedsrichter Robert Denz und Marco Hämmer haben die Teilnehmer ein gutes Niveau gezeigt, auch in Hinblick auf den Landeswettbewerb im kommenden Jahr.

Als strahlender Sieger durften am Ende die Obernburger nach Hause fahren. Bürgermeister Ernst Prüße überreichte als Schirmherr der Veranstaltung dem Erstplatzierten den Pokal. Mit 297 von 300 Punkten hatten die Sieger nur fünf Punkte Vorsprung auf die Zweitplatzierten aus Kitzingen. Gastgeber Lohr schaffte einen dritten Platz mit 286 Punkten.

Bezirksjugendleiter Thomas Schürrer sagte, dass alle Teilnehmer eine hervorragende Leistung gezeigt hätten.