Nordheim

Entwürfe für Kindergartenneubau in Nordheim vorgestellt

Seit dem 1. Januar dieses Jahres ist die Gemeinde Nordheim der offizielle Träger der Kindertageseinrichtung. Und hat nunmehr mit dem Bau eines Kindergartens gleich eine Riesenaufgabezu bewältigen.
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Neben dem Friedweinberg soll bis Ende 2021 auf einem 4522 Quadratmeter großen Areal der neue Nordheimer Kindergarten entstehen. Erste Entwürfe wurden in der Ratssitzung am Montagabend durch Vertreter des Architekturbüros Jäcklein aus Volkach vorgestellt. Laut Grobkostenschätzung belaufen sich die Kosten für das Großprojekt auf 4,9 Millionen Euro. Foto Martha Braun Foto: wabr/Foto Martha Braun

Seit dem 1. Januar dieses Jahres ist die Gemeinde Nordheim der offizielle Träger der Kindertageseinrichtung. Und hat nunmehr mit dem Bau eines Kindergartens gleich eine Riesenaufgabe zu bewältigen.

Wie mehrfach berichtet, ist der derzeitige Kindergarten mit 1500 Quadratmetern dem Landratsamt Kitzingen und der Regierung von Unterfranken zu klein und muss künftig eine Mindestfläche von 4000 Quadratmetern aufweisen. Entstehen soll der neue Kindergarten auf einem Areal neben dem Friedweinberg am Ortsrand von Volkach kommend. Mit der Planung wurde kürzlich das Volkacher Architekturbüro Jäcklein beauftragt.

In der Sitzung des Gemeinderates am Montagabend präsentierten Architekt Reinhold Jäcklein und Architektin Julia Jordan zwei Varianten, von denen sich die großzügigere, kompakte Variante 1 als Favorit herauskristallisierte. Bei diesem Vorschlag wird die viergruppige Kindertagesstätte mit einer zusätzlichen Hortgruppe von Süden her über den Weinbergsweg erschlossen. Entlang des Weinbergsweges sind 18 Stellplätze einschließlich eines Behindertenstellplatzes vorgesehen.

Der Bau orientiert sich mit den Aufenthaltsräumen in östlicher Richtung der Weinberge. Ebenfalls im Osten befinden sich auch die Spielflächen. Dadurch bildet der Baukörper einen Rücken zum Friedweinberg, der von Geräuschen aus dem Kindergarten geschützt werden soll, erläuterte die Architektin.

Im Inneren des Gebäudes gibt es eine klare Strukturierung. Westlich zum Friedweinberg sind überwiegend Nutzungen wie Elternwarteraum, Lagerflächen und Leitungsbüro untergebracht.  Nach Osten hin sind alle Hauptaufenthaltsräume mit unmittelbar anschließenden Freiflächen angeordnet.   Die Freiflächen für Krippe, Kindergarten und Hort sind laut Planung voneinander getrennt. Im Erdgeschoss sind Krippe und Kindergarten untergebracht. Diese werden durch den Mehrzweckraum und das Foyer miteinander verbunden.

Der Gemeinschaftsbereich erstreckt sich über zwei Geschosse, man gelangt über die Treppe oder den Aufzug in das Untergeschoss. Im unteren Bereich sind Speisesaal und Küche vorgesehen. Die Räume für die Hortkinder befinden sich im Untergeschoss und erhalten einen separaten Eingang von der Nordseite. Als Dachform sind laut Jordan versetzte Satteldächer vorgesehen. Ganz wichtig: Jede Gruppe erhält ihr eigenes Häuschen, wodurch die einzelnen Gruppen von außen ablesbar sind.

Die Grobkostenschätzung des Projektes, ohne Fachplaner und ohne Grund und Boden, bezifferte Reinhold Jäcklein auf 4,9 Millionen Euro. 80 Prozent der Kosten sind teilweise förderfähig, berichtete der Architekt. Als Bauzeit nannte Jäcklein ein "gutes Jahr". Da laut Bürgermeister Guido Braun der Startschuss erst nach der Weinlese 2020 erfolgen soll, dürfte der Neubau Ende 2021 fertig sein.

Als nächsten Schritt wird das mit dem Kindergartenneubau  beauftragte Architekturbüro Jäcklein die Planung mit dem Jugendamt des Landratsamtes Kitzingen und der Kindergartenleitung abstimmen.

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