Mainstockheim

Entwicklungskonzept soll erstellt werden

Mainstockheim will an die Fördertöpfe der Städtebauförderung. Damit sollen künftig dringend nötige Sanierungsprojekte im Altort, etwa das ehemalige Gasthaus Stern, größtmögliche Zuschüsse erhalten. Doch vor der Aufnahme gilt es, einige Aufgaben zu erledigen. So muss Mainstockheim ein ISEK, ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept erstellen.
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Beim ehemaligen Gasthaus Stern in Mainstockheim ringt die Gemeinde schon seit Jahren um ein Sanierungskonzepte. Foto: Robert Haaß

Mainstockheim will an die Fördertöpfe der Städtebauförderung. Damit sollen künftig dringend nötige Sanierungsprojekte im Altort, etwa das ehemalige Gasthaus Stern, größtmögliche Zuschüsse erhalten. Doch vor der Aufnahme gilt es, einige Aufgaben zu erledigen. So muss Mainstockheim ein ISEK, ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept erstellen.

Straffer Zeitplan

Wie ein ISEK entsteht, welche Entwicklungsstufen zu durchlaufen sind, wie es mit der Bürgerbeteiligung aussieht und was am Ende dabei herauskommen kann, stellte Planerin Cornelia Seifert den Gemeinderäten anhand des Beispiels Burglauer vor. 70 000 Euro dürfte so ein Konzept kosten, das allerdings mit 60 Prozent bezuschusst wird, so dass der finanzielle Einsatz der Gemeinde erst einmal überschaubar ist. Der Zeitplan für die Erstellung ist straff, bis Ende 2020 soll es bereits stehen.

Die Reaktion der Räte war gespalten. Es gab mahnende Worte von Günter Voit, der befürchtet, dass durch die Städtebauförderung weitere Kosten auf den Ort zu kommen. Positiv war die Resonanz etwa von Julia Ebenhöh und Peter Brandner, die sich so ein Konzept schon lange wünschen. Am Ende gab es dann doch die einstimmige Entscheidung, ein ISEK zu erstellen und den Antrag zur Aufnahme in das bayerische Programm der Städtebauförderung zu stellen.

Zusammenschluss von Gemeinden

Nicht zu verwechseln mit dem ISEK ist die ILEK – ein Zusammenschluss von Gemeinden, ebenfalls um an staatliche Mittel zu kommen. Da passiert derzeit zwar nicht allzu viel, doch taucht das Thema immer wieder auf, etwa im Zusammenhang mit Freiflächen-Photovoltaikanlagen der Nachbargemeinden, wie jetzt der Stadt Dettelbach für einen entsprechenden Bebauungsplan. Dort ist Mainstockheim als Nachbar gefragt und hat meist keine Bedenken.

Einspruch gab es von Frank Schmitt: Mainstockheimer Bürgern versage der Rat den Bau solcher Anlagen aus Gründen der Flächenversiegelung, bei Nachbarn sei man da großzügig. Für Peter Brandner wäre Photovoltaik in der Fläche ein gutes Projekt für die ILEK. Am Ende gab es zwei Gegenstimmen zum Antrag der Stadt Dettelbach.

Beschlussvorschläge übernommen

Für den Mischwasserkanal neben dem Riedbach und die Regenrückhaltung und Renaturierung im Vorfeld wurden die Planungsaufträge vergeben, wie auch für den Ausbau der Bergstraße. Dabei fallen die Straßenausbaubeiträge der Anlieger weg, was die Kosten für die Gemeinde in die Höhe treibt. Bürgermister Karl-Dieter Fuchs gab bekannt, dass 2019 nur 10 000 Euro als Ausgleich für den Ausfall vom Freistaat gewährt wurden. "Das reicht vorne und hinten nicht", so Fuchs.

Mit zum Teil längeren Diskussionen wurden Beschlussvorschläge des Bauausschusses in Verkehrsangelegenheiten vom Gemeinderat übernommen. So soll am Grabendamm ein Sperrpfosten versetzt werden. Der Mühlenweg soll komplett Tempo 30 erhalten und im Bereich der Einmündung Kirchberg mit roten Straßenmarkierungen als gefährlicher Bereich gekennzeichnet werden. Dort hätte Julia Ebenhöh lieber eine Tempo 30 Zone für den gesamten Bereich gesehen, da weniger Schilder nötig und durch die "links vor rechts" Regelung in der Zone die Sicherheit höher wäre.  Um den Bereich Kindergarten/Schule sicherer zu machen, sollen einige Maßnahmen, wie etwa Pfosten oder Fußabdrücke auf dem Gehsteig, umgesetzt werden.

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