Gaibach

Engagement des Initiativkreises gewürdigt

Ein Kreis Geschichts- und Kulturinteressierter will selbstbewusst an die eigene Historie im Landkreis Kitzingen erinnern.
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Volkmar Halbleib (von links) und Markus Rinderspacher überreichten (von links) den Anerkennungspreis der SPD-Landtagsfraktion an Monika Conrad sowie Rosemarie Hofmann, die treibenden Kräfte des Initiativkreises Kultur, Geschichte, Archäologie.

Auf die Oberbayern ist Monika Conrad nicht gut zu sprechen. Zu lebendig ist die Erinnerung an ein Fest 2007 an der Gaibacher Konstitutionssäule. „Da kamen die Oberbayern in sechs Bussen mit Bier und Alphornbläsern und haben sich selbst gefeiert“, erinnert sich Conrad.

Diese Erfahrung war der Auslöser für die geschichtsinteressierte Frau und ihre Mitstreiter, den Initiativkreis Kultur, Geschichte und Archäologie zu gründen und selbstbewusst die Erinnerungen an die eigene Historie des Kitzinger Landes zu wecken und zu stärken. Neben Conrad arbeiten die Historikerin Rosemarie Hofmann (Wiesenbronn), Dr. Ute Feuerbach, Bürgermeisterin Gerlinde Stier (Kleinlangheim) und Oskar Friedel dabei mit.

Anlässlich 200 Jahre Bayerische Verfassung von 1818 organisiert der Initiativkreis in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen, Ausstellung und Exkursionen zur Demokratiegeschichte in der Region rund um die Gaibacher Konstitutionssäule und den Konstitutionssaal, sowie die Sonderausstellung „Als Franken zu Bayern kam“ in der Volkacher Barockscheune.

Demokratische Grundwerte

Um das Engagement der Mitglieder des rührigen Initiativkreises zu würdigen und der diesjährigen Jubiläen – 200 Jahre Verfassung und 100 Jahre Freistaat Bayern – zu gedenken, besuchten kürzlich Markus Rinderspacher, Fraktionssprecher der SPD Landtagsfraktion, und MdL Volkmar Halbleib (Ochsenfurt) Saal und Säule. Im passenden Ambiente dort verliehen sie den Mitgliedern des Initiativkreises den Anerkennungspreis für Demokratiegeschichte und politische Bildung der SPD-Landtagsfraktion, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Bürgerlicher Stolz

In Anwesenheit von Gräfin Schönborn sowie Wolfgang Kremer, Schulleiter des Landschulheimes Gaibach, forderten die beiden Sozialdemokraten, sich der demokratischen Grundwerte wieder zu besinnen, nicht in „wir da unten“ und „die da oben“ aufzuteilen, sondern monarchisches Denken abzulegen und mit bürgerlichen Stolz selbstverständlich Staat und Gesellschaft mitzugestalten.

„Zu diesem demokratischen Bewusstsein müssen wir in heutiger Zeit wieder bewusster zurückfinden“, so Halbleib.

Ein bisschen versöhnt ist nach dieser Ehrung auch Monika Conrad mit den Oberbayern. Jedenfalls bedankte sie sich herzlich beim Münchner Rinderspacher und überreichte ihm – der kleine Seitenhieb musste sein – „zum Nachlesen“ das Kitzinger Jahrbuch 2018, in dem sich zahlreiche Aufsätze und Artikel über den Kreis Kitzingen als Wiege der bayerischen Demokratie finden.



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