Als eine von 30 unterfränkischen Gemeinden wurde Geiselwind ins Förderprogramm „Energiecoach für Kommunen“ aufgenommen. Diese kommunale Beratung umfasst unter anderem eine Analyse der vorhandenen Energiestruktur und der Potenziale, wo noch Energie eingespart werden kann. Im Gemeinderat informierte Berater Alexander Schrammek von der Energieagentur Nordbayern über das Projekt und über die Situation in Geiselwind.

Rund 600 kommunale Gebäude betreut Schrammeks Agentur bereits. In Geiselwind habe man eine Aufstellung gemacht, wieviel regenerative Energie bereits erzeugt werde und was noch möglich sei. So seien in der Gemeinde Ende des Jahres 2012 insgesamt 168 private Solaranlagen vorhanden gewesen, das entspreche einer Fläche von 30 000 Quadratmeter an Fotovoltaik. Der Ort erzeuge 26 Prozent des gesamten Stromverbrauchs aus erneuerbarer Energie. Durch verschiedene Modelle wie Windkraft oder Wasserkraft, sei es möglich, noch mehr Energie auf Gemeindegebiet zu erzeugen, meinte der Fachmann.

Schrammek sah zudem bei den gemeindlichen Einrichtungen noch Einsparmöglichkeiten. Konkret schlug er etwa für das Rathaus eine energetische Sanierung im manchen Gebäudebereichen vor, auch die Lampen im Haus könnten durch sparsamere ersetzt werden.

Bürgermeister Ernst Nickel sagte, dass die Kommune beim Rathaus bereits an eine Dämmung für das Dach gedacht habe. Auch bei den Lampen erwäge man einen Austausch. Jedoch müsse man bei der gesamten Angelegenheit das Thema Bezahlbarkeit im Auge haben. Die Dämmung des Dachs sei etwa aus finanziellen Gründen wohl erst in den Jahren 2015 oder 2016 möglich.

Grundsätzlich könne es sich die Gemeinde nicht ohne weiteres leisten, funktionierende Dinge zu ersetzen, nur weil das neue Teil weniger Energie brauche. Man werde weiter mit prüfendem Blick auf die gemeindlichen Anlagen schauen, bei denen Energie eingespart werden könne. „Wir müssen das alles erst einmal durchchecken“, gebot Nickel Geduld. Nur wo es sinnvoll und auch bezahlbar sei, könne ein Austausch erfolgen.