Marktbreit
Einführung

Endlich: Marktbreits neuer Pfarrer ist da

Der neue Marktbreiter Pfarrer ist kein Unbekannter im Landkreis. Vor 17 Jahren war der Geistliche schon als Kaplan in Kitzingen tätig. Groß ist die Freude, dass die Stelle wieder besetzt ist.
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Pfarrer Adam Possmayer hält seine erste Predigt in Marktbreit.Fotos: Thomas Meyer
Pfarrer Adam Possmayer hält seine erste Predigt in Marktbreit.Fotos: Thomas Meyer
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Er hat ein bewegtes Leben hinter sich - nun ist Pfarrer Adam Possmayer zurück in Unterfranken, von wo einst seine Vorfahren nach Rumänien ausgewandert waren. Der neue Marktbreiter Pfarrer wurde 1957 in Arad, einer Stadt im Westen Rumäniens in der Diözese Temeswar geboren. Er wuchs auch in der heute 172 000 Einwohner zählenden Stadt auf. Seine Vorfahren wanderten 1726, zusammen mit noch rund 300 Familien, aus. Dort gründeten sie nördlich von Arad die deutschsprachige Gemeinde Sankt Martin.
Nach den Enteignungen durch die Kommunisten zogen Possmayers Eltern in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in die Stadt Arad. Nach der Volksschule in Arad besuchte er das katholische Gymnasium in Alba Julia, absolvierte seinen Pflichtwehrdienst und trat in Alba Julia in das Priesterseminar ein. Nach vier Semestern unterbrach er sein Studium und stellte einen Ausreiseantrag nach Deutschland.

Dann kam 1989 die Wende und auch Adam Possmayer war betroffen, er erinnert sich: "Kaum hatte ich resigniert und mein Theologiestudium wieder aufgenommen, folgte im Dezember 1989 der Sturz des Diktators Ceausescu; bereits drei Monate später wurde ich in das Würzburger Priesterseminar aufgenommen." Die Priesterweihe erhielt er 1996. 2001 trat er seine erste Pfarrstelle in Birkenfeld, im Landkreis Main-Spessart, an.

Stelle war lange vakant

Am Sonntag wurde Possmayer als neuer Pfarrer in Marktbreit eingeführt. Er ist der Nachfolger von Pfarrer Rainer Hörnig, der 33 Jahre lang Pfarrer von Marktbreit war. Hörnig ging bereits am Fronleichnamsdonnerstag im vergangenen Jahr offiziell in den Ruhestand. Seitdem war die Stelle vakant. Die katholische Pfarrei Marktbreit umfasst auch die sieben Filialen Segnitz, Obernbreit, Marktsteft, Michelfeld, Martinsheim, Enheim und Gnodstadt. Pfarrer Possmayer kann aber momentan nur zirka die Hälfte seiner Arbeitskraft der Pfarrei zur Verfügung stellen. Er ist auch noch seit 1. Februar für die Ausländer- und Vertriebenenseelsorge der Diözese Würzburg zuständig. Aber zur Seite stehen ihm der Pfarrgemeinderat unter der Leitung von Ursula Ihlefeldt, das Seelsorgeteam unter dem Diakon Karl-Ernst Janota und vor allem die neue Gemeindereferentin Erika Gerspitzer. Zum ersten Mal überhaupt hat die katholische Kirchengemeinde eine Gemeindereferentin. Sie lebt mit ihrer Familie in Mainstockheim. Dort hat sie eine Halbtagsstelle inne, die andere Hälfte ab sofort in Marktbreit.

Ernennungsurkunde überreicht

Am Sonntagnachmittag gab es einen großen Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Ludwig. Bischof Friedhelm Hofmann hatte Possmayer in die Pfarrei Marktbreit eingesetzt. Die Ernennungsurkunde und den Hausschlüssel überreichte ihm am Sonntag der stellvertretende Dekan aus Kitzingen, Bernd Steigerwald. Pfarrer Possmayer übergab dann das Anweisungsdekret des Bischöflichen
Ordinariats in Würzburg an die
neue Gemeindereferentin Erika
Gerspitzer.
"Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt", zitierte Pfarrer Possmayer den Heiland Jesus Christus in seiner Eröffnungspredigt. Er stellte sie auch unter dieses Motto.
Er sagte dann: "Lange hat es gedauert, bis klar wurde, dass Sie weiterhin eine eigenständige Pfarrei bleiben werden; und lange haben Sie auf diesen Tag warten müssen, ab dem Sie nun endlich wieder eine gut versorgte Gemeinde sind."

Wie ein Nachhause kommen

Den Wechsel nach Marktbreit empfand er wie ein Nachhause kommen, da er schon vor 17 Jahren in St. Vinzenz in Kitzingen Kaplan war. Er sprach von einem gemeinsamen Weg und einem Ziel. Possmayer erinnerte die Gläubigen in St. Ludwig an das Wesentliche: "Als erstes sollten wir Christen unter Christen sein; durch die eine Taufe sind wir Schwestern und Brüder des einen Herrn." Auch die Ökumene vergaß er nicht: "Mit allen, die seinen Namen tragen - und dies nicht nur in unserer eigenen Kirche - sollen wir Zeugen seiner guten und froh machenden Botschaft sein."

Für die musikalische Untermalung der Einführung und des Gottesdienstes sorgten die Marktbreiter Musikanten unter der Leitung von Kilian Mend, Elisabeth Weber an der Orgel, die Band "Sometimes 7" unter Susanne Ramsteiner, der Gospelchor "Joyfull Noise" unter der Leitung von Sabine Damm.

Grußworte sprachen das evangelische Pfarrerehepaar Jaqueline und Thomas Barraud-Volk aus Marktbreit, Bürgermeister Erich Hegwein und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ursula Ihlefeldt.
Nach dem Gottesdienst gab es einen festlichen Empfang in der Marktbreiter Rathausdiele. Die Kindergartenkinder des katholischen Kindergartens sangen Lieder und überbrachten Geschenke.
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