LANDKREIS KITZINGEN

Elf Stimmen entscheiden über Zweikampf um Direktmandat

So unbekannt der Bezirkstag auch sein mag, das Stimmenauszählen nach der Wahl vom Sonntag war wenigstens spannend: Stundenlanges Warten war für diejenigen am Montag angesagt, die auf das Endergebnis warteten – und vor allem darauf, wie das Kopf-an-Kopf-Rennen der Direktkandidatinnen Christine Bender (CSU) und Landrätin Tamara Bischof (FW) enden würde.
Artikel drucken Artikel einbetten
+2 Bilder

So unbekannt der Bezirkstag auch sein mag, das Stimmenauszählen nach der Wahl vom Sonntag war wenigstens spannend: Stundenlanges Warten war für diejenigen am Montag angesagt, die auf das Endergebnis warteten – und vor allem darauf, wie das Kopf-an-Kopf-Rennen der Direktkandidatinnen Christine Bender (CSU) und Landrätin Tamara Bischof (FW) enden würde.

Wobei letztere laut Schnellmeldung am Nachmittag mit hauchdünnem Vorsprung von elf Stimmen die Nase vorne hatte – und den Sitz im Bezirkstag.

Der Zweikampf der beiden Bezirksrätinnen war schon 2008 vergleichsweise packend gewesen. Damals hatte allerdings Bender im Stimmkreis Kitzingen-Gerolzhofen (605) das bessere Ende für sich: Mit rund 250 Stimmen Vorsprung machte sie das Rennen beim Direktmandat.

Was Bischofs Sieg – wenn der beim amtlichen Endergebnis bestätigt werden sollte – so besonders macht: Mit 20 133 Stimmen oder 36,35 Prozent liegt sie nicht weit unter dem Zweitstimmen-Resultat der CSU, die traditionell im Bezirkstag das Sagen hat und normalerweise auch bei den Direktmandaten punktet.

Die Christsozialen verzeichneten rund 22 700 Wählerstimmen und lagen mit einem Riesenvorsprung von rund 10 000 Stimmen und knapp 42 Prozent – plus drei Prozent gegenüber 2008 – überdeutlich vor den Verfolgern: Die Freien Wähler liegen bei den Zweitstimmen bei 23,28 Prozent und die SPD bei 15,16 Prozent. Deren Direktkandidat, Wolfgang Patzwahl, hatte zwar mit dem Zweikampf an der Spitze nicht das Geringste zu tun, durfte aber immerhin mit fast 6400 Stimmen 11,5 Prozent einheimsen.

Hinter SPD und Patzwahl sieht's vergleichsweise düster aus. Nur die Grünen und Direktkandidatin Anna Mebs machten einige Punkte: Die Partei kam mit gut sechs Prozent über die Ziellinie, Mebs mit knapp fünf Prozent. Die FDP, die schon bei der Landtagswahl eine schwere Schlappe hinnehmen musste, landete auch bei der Bezirkstagswahl im abgeschlagenen Ende des Parteienfeldes. Gerade mal zwei Prozent der Wähler votierten für die Liberalen.

Wer aus dem Landkreis die 21 Sitze im Bezirkstag einnehmen wird, war gestern noch nicht endgültig klar. Bischof dürfte – wenn ihr knapper Sieg bestätigt wird – ihre dritte Amtszeit beginnen. Gute Chancen hat auch Bender, die zum zweiten Mal ein Ehrenamt in der Vertretung des Bezirks Unterfranken anstrebt.

ONLINE-TIPP

Weitere regionale Ergebnisse und Reaktionen zur Landtagswahl – bleiben Sie auf dem Laufenden: In unserem großen Extra zur Wahl finden Sie digitale Karten mit den Resultaten:

www.mainpost.de/landtagswahl

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.