Ein heikles Thema beschäftigte am Freitagsabend die Teilnehmer der Generalversammlung der Feuerwehr in Kleinlangheim. Es ging um den desolaten Zustand des Löschfahrzeugs vom Typ MLF/18. Kommandant Rainer Bock berichtete von zahlreichen Schäden an dem 27 Jahre alten Fahrzeugs. Das war von der Gemeinde im Jahr 2007 gebraucht gekauft und anlässlich des 125-jährigen Jubiläums an die Wehr übergeben worden.

Bock schilderte zahlreiche Schäden und Reparaturen im vergangenen Jahr. Teilweise seien für das Fahrzeug keine Ersatzteile mehr erhältlich. Um es zu reparieren und mit dem neu zu beschaffenden Rettungssatz auszurüsten, sei mit Kosten zwischen 50 000 und 60 000 Euro zu rechnen. Bock berichtete von Überlegungen innerhalb der Wehr, ein neues Fahrzeug zu beschaffen. Inzwischen habe man verschiedene Hersteller besucht und zahlreiche Fahrzeuge besichtigt. Nach langer Suche und Überlegungen habe man sich auf ein für die Wehr geeignetes HLF 10 geeinigt.

Jetzt müsse ein Leistungsverzeichnis erstellt werden, dann sei die Gemeinde am Zug. Dass sich die Wehr ein neues Fahrzeug wünscht, machte Bock mit dem Satz deutlich: „Solange ich Kommandant bin, wird kein gebrauchtes Fahrzeug mehr beschafft. Man macht den gleichen Fehler nicht zweimal.“ Auf Nachfrage der sichtlich überraschten stellvertretenden Bürgermeisterin Gerlinde Stier nannte Bock einen Anschaffungspreis von rund 250 000 Euro. Stier sagte, dass man, wenn es so weit sei, darüber reden müsse, wie dies zu finanzieren sei. Eine solche Summe könne Kleinlangheim nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln.