BIEBELRIED

Eine Tankstelle am Biebelrieder Ortsrand

Das Tankstellenprojekt eines österreichischen Konzerns kam im Vorjahr am Ortsrand von Biebelried nicht zum Tragen, nun lässt Investor Gerhard Ehemann das Vorhaben wieder aufleben. Die Vorschläge lagen dem Gemeinderat in seiner Sitzung vor.
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Das Tankstellenprojekt eines österreichischen Konzerns kam im Vorjahr am Ortsrand von Biebelried nicht zum Tragen, nun lässt Investor Gerhard Ehemann das Vorhaben wieder aufleben. Die Vorschläge lagen dem Gemeinderat in seiner Sitzung vor.

Architekt Winfried Hähle vom Architekten- und Ingenieurbüro Koblenz löste mit seiner Äußerung, es gelte auch den Feldhamster zu beachten, Schmunzeln im Rathaussaal aus. Er unterstrich die Planungshoheit der Gemeinde in jeder Planungs- und Bauphase. Anders als ursprünglich sei der rückwärtige Bereich des Grundstückes zunächst nicht überplant. Die Gesamtfläche ist etwa 1,8 Hektar groß; das Tankstellenareal soll 6000 Quadratmeter umfassen. Es liegt am westlichen Ortsrand, aus Richtung Würzburg kommend, an der Ortseinfahrt.

Aus Verfahrensgründen plädierte Hähle für einen regulären Bebauungsplan, der die Abfahrt von der B 8 einbezieht. Ansonsten wäre eine Erschließung nicht möglich, denn der Wirtschaftsweg sei nicht erschlossen. Dieser Weg müsse einschließlich der Kreisstraße für große Lastwagen ohnehin umgebaut und dazu die rund 4,8 Meter hohe Böschung zurückgenommen werden.

Keine Spielhallen oder Nachtclubs

Manfred Kleinschrodt äußerte Bedenken hinsichtlich eines späteren Baus der Westumgehung, die aber ist nach Worten Hähles nicht gefährdet. Der Gemeinderat beschloss die Aufstellung des Bebauungsplanes einschließlich der Änderungen am Flächennutzungsplan. Er legte ergänzend fest, dass keine Spielhallen, Diskotheken, Nachtclubs, Wohnraum, Imbissbuden oder Beherbergungsmöglichkeiten geschaffen werden dürfen.

Weitere Punkte in der Sitzung des Gemeinderats Biebelried waren:

• Gegen die Sanierung und den Umbau des Einfamilienhauses mit Treppenhausanbau, einer Dachgaube und eines Dachgaubenbandes von Thomas Wolf in Kaltensondheim ergab sich kein Widerspruch. • Ebenso wurde der Errichtung einer Kelterhalle am bestehenden Weinbaubetrieb von Joachim Beuschel zugestimmt und Befreiung von den Vorgaben zur Dachneigung Befreiung erteilt. • Zur Erweiterung der Kinderkrippe in der Lindelbacher Straße 4 erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen zum Bauantrag. • Der Gemeinderat änderte die Satzung über Aufwendungs- und Kostenersatz für Feuerwehrdienstleistungen. Die Gebühren werden fällig bei Einsätzen, Sicherheitswachen und Ausrücken nach missbräuchlicher Alarmierung. Zudem werden Hilfeleistungen und die Überlassung von Material und Gerät geregelt. Die Kilometerkosten für die Fahrzeuge liegen jetzt bei 3,57 Euro (Tragkraftspritzenfahrzeug) und 6,10 Euro für die Löschgruppenfahrzeuge LF 8 und LF 8/6. Die Betriebsstundenkosten liegen bei 71,64 Euro und 102,05 Euro. Die Einsatzstunde wird mit 24 Euro berechnet.

• Die neugewählten Feuerwehrkommandanten Matthias Manger und Steffen Hoh wurden bestätigt.

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