Volkach

Eine Schutzmantel-Madonna für die Vogelsburg

Im Jahr 2011 hatte die Gemeinschaft der Augustinusschwestern die Vogelsburg an die Stiftung Juliusspital Würzburg übertragen. Das Juliusspital ließ die gesamte Anlage in den Jahren 2013 bis 2016 - und dabei auch die Kirche „Mariä Schutz“ - generalsanieren. Nun hat die Kirche hoch über der Mainschleife eine Schutzmantel-Madonna bekommen, wie es in einem Presseschreiben heißt.
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Sie hat zwar kein Gesicht als solches, doch lassen sich die Konturen erkennen. Kurt Grimm schuf eine Schutzmantel-Madonna für die Vogelsburg-Kirche. Foto: Martina Schneider

Im Jahr 2011 hatte die Gemeinschaft der Augustinusschwestern die Vogelsburg an die Stiftung Juliusspital Würzburg übertragen. Das Juliusspital ließ die gesamte Anlage in den Jahren 2013 bis 2016 - und dabei auch die Kirche „Mariä Schutz“ - generalsanieren. Nun hat die Kirche hoch über der Mainschleife eine Schutzmantel-Madonna bekommen, wie es in einem Presseschreiben heißt.

In einem feierlichen Gottesdienst wurde die aus Eichenholz geschnitzte Madonnenfigur geweiht. Die Figur ist 1,40 Meter hoch und wiegt rund 70 Kilogramm. Gefertigt wurde sie vom Künstler Kurt Grimm aus Kleinrinderfeld, der bereits Altar und Sedilien (Sitze im Altarraum) gestaltet hatte.

„Die abstrakt und schlicht gehaltene Figur aus Eichenholz rundet den Kirchenraum ab“, beschreibt Walter Herberth, Leiter der Stiftung Juliusspital, die Intention, die der Marienfigur zugrunde lag. Beim Betreten der Kirche ziehe die Madonna den Blick des Betrachters auf sich und weise ihn, mit leicht zum Altar geneigtem Kopf auf das Wesentliche in diesem Raum hin: „Auf Altar, Tabernakel und Kreuz im künstlerisch gestalteten Augustinusfenster", so Herberth laut Presseschreiben.

Das Beschützende war das Wichtigste für den Künstler

Der Schutzmantel, das Beschützende, das war für Künstler Kurt Grimm das Wichtigste. Zwei Monate hat er an der Madonna gearbeitet, die aus einem halben Kubikmeter Eichenholz gefertigt wurde, das zuvor von einem Schreiner geleimt worden war.

Zwar habe sie kein Gesicht als solches, doch hat der Künstler dieses so geschnitzt, dass dort, wo die Nase ist, eine feine Kante entstand und so der Betrachter sehr wohl ein Gesicht erkennen könne. Die Madonna weist zum Altar hin, dessen Schwung Grimm aufgefangen und in ihrem Gewand abgebildet hat. „Die Madonna wurde extra für die Wand zwischen den Fenstern gegenüber dem Kircheneingang geschnitzt“, erklärt Grimm noch.

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