SEGNITZ

Eine Rose für die Dorferneuerung

Mit der Pflanzung einer ganz besonderen Rose starteten die Segnitzer am Mittwochabend in die Dorferneuerung. Für die örtliche Beauftragte der Teilnehmergemeinschaft und zweite Bürgermeisterin Marlene Bauer, ein kleiner, aber feiner Auftakt, dem natürlich die großen Aktionen noch folgen werden.
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Auftakt: Mit der Pflanzung der Rose „Jörg Geuder“ durch Reinhilde Bischoff (links), Rudolf Löhr und Marlene Bauer begann die Dorferneuerung in Segnitz ganz offiziell. Foto: Foto: Robert haaß

Mit der Pflanzung einer ganz besonderen Rose starteten die Segnitzer am Mittwochabend in die Dorferneuerung. Für die örtliche Beauftragte der Teilnehmergemeinschaft und zweite Bürgermeisterin Marlene Bauer, ein kleiner, aber feiner Auftakt, dem natürlich die großen Aktionen noch folgen werden.

Fast wäre sie verloren gegangen, die Rosenzüchtung des gebürtigen Gnodstädters Georg Geuder, der vom Marktbreiter Stadtteil aus als Lehrer lange in Oberlauringen tätig war und seiner letzten Schuljahre in Segnitz verbrachte. Geuder, der als außerordentlicher Naturbeobachter, feinsinniger Blumenfreund und humorvoller Heimatschriftsteller galt, wurden zwei Züchtungen gewidmet, die „Saxifraga Geuderi“ und die Teehybride „Jörg Geuder“.

Im Rosarium gefunden

Norbert Bischoff aus Segnitz musste lange suchen, bis er im Rosarium bei Erfurt noch drei Exemplare der Rose „Jörg Geuder“ fand. Einige Reiser davon nahm Bischoff mit nach Segnitz, wo sie veredelt wurden und am Mittwochabend blühend im Pfarrgarten, der lange Jahre von Geuder gepflegt wurde, von Bürgermeister Rudolf Löhr, Marlene Bauer und der Vertrauensfrau der Kirche, Reinhilde Bischoff offiziell gepflanzt wurden.

Schon 2003 stellte Löhr den Antrag auf Dorferneuerung in Segnitz, doch mussten erst mit dem Bau der Umgehung die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Im Juni 2010 dann trafen sich 15 Segnitzer zu einem Einführungsseminar der Dorferneuerung, in dessen Folge die drei Arbeitskreise Ortsbild, Verkehr und Kultur gegründet wurden. Diese erstellten in Zusammenarbeit mit Architekten und Landschaftsplanern die Maßnahmenliste, die als Vorbereitungsliste ans Amt für Ländliche Entwicklung gereicht wurde. Mitte 2013 wurden dann die Maßnahmen genehmigt und mit Finanzmittel ausgestattet, das Verfahren „Segnitz 2“ wurde offiziell zur Dorferneuerung.

Ortsdurchfahrt hat Priorität

„Natürlich hat die Ortsdurchfahrt Priorität“, sagte Marlene Bauer am Mittwochabend, doch dauern die Vorarbeiten dafür noch einige Zeit. Bis dahin soll es kleinere Aktionen geben, wie etwa die Rose im Pfarrgarten, die nicht nur an den Auftakt der Dorferneuerung erinnern soll, sondern, so die Hoffnung Bauers, künftig auch als Symbol dafür dienen wird. „Besuchen wir die Geudere“ könnte ein wichtiger Spruch in Segnitz werden.

Zur Pflanzung waren neben „normalen“ Segnitzern auch Gemeinderäte, Werner Leybach, ein Enkel Georg Geuders und eine Delegation aus Oberlauringen, dem langjährigen Schulort Geuders, gekommen.

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