Kirchschönbach

Eine Ode an die Putzgeräte

Wenn sich ein hochmodernes, intelligentes Microfaserreinigungstuch mit einem eher einfältigen Abfluss-Pömpel über das Reinigungsverhalten der Stadträte unterhält - und das öffentlich - dann kann nur Fasching sein.
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Der CCK-Elferat mischt sich unter seine Fans bei bester, närrische Stimmung in der vollbesetzten Kirchschönbacher Faschingsarena
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Wenn sich ein hochmodernes, intelligentes Microfaserreinigungstuch mit einem eher einfältigen Abfluss-Pömpel über das Reinigungsverhalten der Stadträte unterhält - und das öffentlich - dann kann nur Fasching sein. Am vergangenen Samstag gab´s beim Kirchschönbacher Carneval Club (CCK) wieder närrischen Hochgenuss auf einer der kleinsten Faschingsbühne der Region.

Wer denkt putzen ist langweilig und darüber gibt's nichts zu lachen, der wurde von den beiden Kirchschönbacher Dorf-Originalen Caroline Gambichler und Carina Lohmann eines besseren belehrt. Die moderne Frau von Welt putzt heutzutage mit Highendmaterialien, da gerät der einfache Pömpel dann doch etwas ins Hintertreffen. Mit viel Witz, Charme und vor allem gekonnter Gestik und Mimik erzählten die beiden Damen aus ihrem gegensätzlichen Leben. Während der Edellappen auf High-Heels auch schon mal in Paris und Berlin putzen durfte, muss der Pömpel eben auf der Gemeindetoilette ran und sieht, welcher Stadtrat sich die Finger wäscht.

"Der Blasensaft hilft überall, sogar bei akutem Haarausfall". Was etwas makaber klingt, war die gesungene Weisheit des CCK-Damen-Trios. Begleitet von Markus Lorey an der Orgel sorgten Christine Lohmann, Birgit Pfister und Maria Lorey mit feinem Gesang und spitzer Zunge für viele Lacher. In origineller Art erklärten sie dem Faschingspublikum für was denn der eigene Urin so alles gut sein soll und schenkt man dem glauben, dann verschwindet zum Beispiel auch ein Ohrensausen, wenn er aufs Ohrläppchen geträufelt wird.

Kassenpatient Waldemar "Walo" Lohmann erzählte von seinen Erfahrungen als er zufällig ins Wartezimmer der Privatpatienten geraten war, "Verrückt was es da für ein Büfett gab". Er hat sich natürlich daran bedient und nach der dritten Portion Weißbier und Weißwürste dann doch mal bei der Anmeldung nachgefragt ob denn das die AOK alles bezahlt.

Um den Nachwuchs muss sich der CCK keine Sorgen machen. Vier junge Talente, die "Kerschömmier Crazy Boys" (Jonas Pfister, Nico Kern, Kilian Dusel, Andre Jahrsdörfer) zeigten mit dem Sketch "An Board mit Rudolf Moshammer" wie schlagfertig, lustig und schon professionell der närrische Nachwuchs bereits ist.

Als Drohne aus Afrika mit Klaus Reingruber und dem Sterndeuten am Biertisch mit Steffi und Maria Bayer aus Theinheim stiegen weitere Lokalmatadoren in die CCK Bütt. Aber auch einige Gast-Narren wie Nicole Starkmann aus Albertshofen, Thomas Kleedörfer aus Rimbach und Marco Breitenbach von der Schwarzen Elf aus Schweinfurt heizten die Stimmung an.

Selbstverständlich wurde auch getanzt auf der kleinen Bühne. Neben den CCK-Männerballett "Die Bierraten", verkleidet als Piraten, tanzten die "CCK-Fantas" und die "CCK-Nachwuchstrolls". Das Männerballett aus Aschbach, die Tanz-Garde aus Frankenwinheim, die Majorettes aus Gerolzhofen und Magic Little Kids aus Wiesentheid zeigten ebenfalls ihr Können.

Nach Fünfeinhalb Stunden buntes Faschingstreiben auf hohem Niveau konnte der Kirchschönbacher Elferrat samt seines Sitzungspräsidenten Daniel Lorey die erste Sitzung 2019 bei bester Stimmung beschließen und unter den Narhalla-Marsch Klängen der Stadelschwarzacher Musikanten aus der vollbesetzten Kirchschönbacher Faschingsarena ausziehen. Am kommenden Samstag geht's beim CCK in die zweite Runde.



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