Kitzingen
Uraufführung

Ein neues Werk von Hermann Seidl

Eine Uraufführung gibt es beim Konzert mit dem Kitzinger Kammerorchester und der Paul-Eber-Kantorei am Sonntag, 30. September, in der evangelischen Stadtkirche in Kitzingen. Beginn ist um 17 Uhr, der Eintritt ist frei.
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Unter der Leitung von Carl Friedrich Meyer gelangt die "Missa St. Franciscus" des Kitzinger Komponisten Hermann Seidl für Soli, Chor und Kammerorchester zur Uraufführung. Das Konzert G-Dur für Orgel und Streicher von Johann Christian Bach ergänzt das Programm.

Als Komponist hat Hermann Seidl Kammermusik, Orchester- und Chorwerke für traditionelle Besetzungen, Elektronik, Jazz und Rock für experimentelles Musiktheater und in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern audiovisuelle Installationen geschaffen. Die ersten Kompositionen wurden 1983 in Würzburg aufgeführt. Seitdem erfolgten viele weitere Aufführungen in Deutschland, Europa und Übersee.

Für seine kompositorische Arbeit wurde er 1993 mit dem Förderpreis Musik der Sudetendeutschen Landsmannschaft ausgezeichnet. Im Siegburger Kompositionswettbewerb 2002 erhielt er für die Komposition "a.b." für Blockflöte & Klavier einen 3. Preis, 2005 für die Komposition "3 miniaturen" für zwei Fagotte und Kontrafagott einen 1. Preis.

Das Orchester der "Missa St. Franciscus" besteht aus Streichern, Querflöten und Saxophonen sowie Schlagzeug und Klavier, dazu kommen der vierstimmige Chor und die Soli. Neben umfangreichen Orchesterpassagen gibt es immer wieder auch
A-cappella-Stellen des Chores, die plötzliche Klangfarbenänderungen bewirken. Direkte Textauslegungen gibt es eher selten, wichtig war Seidl, Stimmungen zu erzeugen. So ist das "Crucifixus" im spröden Ganztonmodus gehalten oder das "Pacem" am Ende des "Agnus dei" als Vokalise des Chores: Der Text ist hier unverständlich und als reiner Klang angedacht, einen völlig harmonischen Frieden zu erzeugen.

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