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Kitzingen

Ein großes Geschenk für die Kitzinger Skater-Szene

Am Dienstag kamen zwei Handvoll Skater mit ihren Boards in die Kitzinger Stadtratssitzung. Sie hatten allen Grund dazu. Ihre Anlage am Bleichwasen soll attraktiver werden.
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Etwa zehn Skater kamen am Dienstagabend samt Skateboards in die Kitzinger Stadtratssitzung. Es ging unter anderem um die Vergrößerung des Skaterplatzes auf den Bleichwasen. Foto: Andreas Brachs
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Selten kommen Besucher mit dem Skateboard zu einer Kitzinger Stadtratssitzung, selten sind Zuhörer dort im jugendlichen Alter. Und noch seltener begrüßt der OB die Anwesenden mit "Liebe Skater". Am Dienstagabend traf alles aufeinander. Die Skater-Szene der Kreisstadt war angerollt, um zu erfahren, wie es mit dem Skaterplatz am Bleichwasen weitergehen würde.

Sie kamen mit großen Hoffnungen. Der Grund dafür: Der Kitzinger Immobilienmakler Georg Wittmann, der das Marshall-Heights-Gelände erworben hat, schenkt der Stadt Skateranlagen-Elemente, die ihm bei einer künftigen Nutzung des ehemaligen US-Geländes im Wege sind. Nach Aussage der Verwaltung handelt sich dabei um eine "sehr hochwertige Schenkung". Die Bauteile seien von guter Substanz und hätten eine lange Lebensdauer. Ihren Wert taxiert der Hersteller mit netto 60 000 Euro. 

Stadt investiert 50 000 Euro

Einziger Haken: Die Demontage und der Wiederaufbau am Bleichwasen sowie die Umzugs- und Fundamentarbeiten schlagen immerhin noch mit 50 000 Euro zu Buche. Allerdings erkannten die Stadträte die günstige Gelegenheit, und so kam es erst gar nicht zu einer langen Diskussion über die Kosten: Das Gremium stimmte der Investition einstimmig zu. Das wiederum sorgte für spontanen Applaus aus Reihen der Skater.

Stadtjugendpfleger Jochen Kulczynski hatte zuvor erklärt, dass die Skateranlage in Kitzingen seit vielen Jahren rege genutzt werde und unter Jugendlichen ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis Kitzingen besitze. Damit das so bleibe, müsse man sie allerdings erneuern und zeitgemäß umgestalten. Nach dem Angebot Wittmanns hatten sich die Jugendlichen selbst für eine Übernahme ausgesprochen. Und auch der Jugendbeirat hatte das einstimmig empfohlen. Ebenso sprach sich der Jugendreferent im Stadtrat, Stephan Küntzer, für diese Investition aus. Die Skater seien eine Gruppe, die sich seit Jahren engagiere, mitwirke und mitplane, argumentierte er.

So entstand ein Plan für die erweiterte Anlage mit der Herstellerfirma der Skaterelemente und den Beteiligten der Stadt. Deshalb werden nun auch nicht alle Teile der Skateranlage in den Marshall Heights am Bleichwasen aufgebaut. Man will nämlich die großzügigen Fahr- und Freiflächen zwischen den Elementen erhalten. Die Skater selbst sehen den Plan als "enorme Verbesserung" berichtete Kulczynski.

Umzug mit großem Aufwand

Dass man die schweren Betonteile nicht ohne Weiteres umsetzen kann, zeigt der Kostenaufwand von immerhin noch 50 000 Euro. So werden Montagemeister der Herstellerfirma die Demontage und den Wiederaufbau begleiten sowie die Oberflächen der Teile sanieren. Das allein schlägt mit 34 500 Euro zu Buche. Der Bauhof wird die entsprechenden Flächen am Bleichwasen mit einem Fundament versehen und beim Umzug Hilfe leisten. Den Wert dieser Arbeiten berechnet die Stadtverwaltung mit insgesamt 15 500 Euro. 

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