LANDKREIS KITZINGEN

Ein Wohnungseinbruch pro Woche

Die Zahlen bleiben konstant hoch: Im Schnitt gibt es jede Woche einen Wohnungseinbruch im Landkreis. Nach 50 Einbrüchen im Jahr 2013 wurden 2014 insgesamt 51 Wohnungseinbrüche gemeldet. Die Polizei versucht seit geraumer Zeit mit mehr Streifenfahrten zu reagieren. Doch allein in der zurückliegenden Winterzeit (Oktober bis Dezember) schlugen Einbrecher wieder 17 Mal zu.
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Wenn daheim nicht nur die Fetzen fliegen: Die häusliche Gewalt nimmt zu, 129 Fälle registrierte die Polizei vergangenes Jahr. Foto: Archiv-Foto: Jan-Philipp Strobel (dpa)
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Die Zahlen bleiben konstant hoch: Im Schnitt gibt es jede Woche einen Wohnungseinbruch im Landkreis. Nach 50 Einbrüchen im Jahr 2013 wurden 2014 insgesamt 51 Wohnungseinbrüche gemeldet. Die Polizei versucht seit geraumer Zeit mit mehr Streifenfahrten zu reagieren. Doch allein in der zurückliegenden Winterzeit (Oktober bis Dezember) schlugen Einbrecher wieder 17 Mal zu.

Wie aus der Kriminalitätsstatistik für 2014 für den Landkreis Kitzingen weiter hervorgeht, gab es 3056 Straftaten (Vorjahr: 3081). Die Aufklärungsquote lag bei 64,5 Prozent, von den 3056 Straftaten konnten also 1972 geklärt werden. Zum Vergleich: Die Aufklärungsquote für Unterfranken lag bei 68,7 Prozent.

Mehr Körperverletzungen

Bei den Rohheitsdelikten war ein Anstieg um 75 Fälle festzustellen. Dabei ging es überwiegend um Körperverletzungen (Anstieg von 366 auf 430 Fälle) sowie Nachstellung, Bedrohung, Sachbeschädigungen und Nötigung (Anstieg um 18 Straftaten auf 119 Fälle).

Die Zunahme erklärt sich laut Polizei durch zunehmende häusliche Gewalt. Deren Zahl stieg von 108 auf 129.

Die gefährlichen Körperverletzungen (98 Fälle) lagen auf dem Niveau des Vorjahres. Reduziert haben sich die Raubdelikte (von 15 Fällen 2013 auf sieben Fälle 2014). Insgesamt wurde bei den Rohheitsdelikten eine Aufklärungsquote von über 93,7 Prozent erreicht.

Einen Rückgang der Straftaten gab es bei der Eigentumskriminalität. Die gemeldeten Diebstähle sanken von 996 Fällen auf 913 Fälle.

Fast 50 Fälle mehr wurden im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte angezeigt, die Zahl stieg von 429 auf 477. Dabei handelte es sich überwiegend um sogenannten Waren- und Warenkreditbetrug, also Straftaten, bei denen Bestellungen vorgenommen und nach Auslieferung der Ware diese nicht bezahlt wurde– oder nach Bezahlung die Ware nicht geliefert wurde.

431 Sachbeschädigungen

Nahezu auf gleichem Stand bleiben im Jahresvergleich die Sachbeschädigungen. So war nur ein geringer Anstieg um 13 Fälle auf 431 Fälle zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote hier: 29,5 Prozent.

Einen deutlichen Rückgang gab es bei der Rauschgiftkriminalität, die Zahl fiel von 243 auf 128. Auffällig war, dass Kräutermischungen hoch im Kurs stehen. So mussten einige Jugendliche nach dem Konsum in Krankenhäuser eingeliefert werden.

Die Polizei konnte 1524 Tatverdächtige ermitteln. In 1733 der 1972 geklärten Straftaten handelte der Täter allein. In 239 Fällen waren zwei oder mehr Täter beteiligt. 1189 ermittelte Tatverdächtige – gut 60 Prozent – waren bereits in der Vergangenheit wegen einer Straftat in Erscheinung getreten.

Jugendkriminalität

Zur Jugendkriminalität: Hier wurden 349 Täter ermittelt, die jünger als 21 Jahre waren und somit unter das Jugendgerichtsgesetz fielen. Damit stieg die Zahl der ermittelten Jugendlichen und Heranwachsenden deutlich an. Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden beträgt 22,9 Prozent und ist gegenüber dem Vorjahr um über vier Prozent gestiegen.

Die Zunahme dürfte auf zwei inzwischen ermittelte Tätergruppen zurückzuführen sein, die im nördlichen Landkreis und im Stadtbereich Kitzingen ihr Unwesen getrieben hatten. Noch eine interessante Zahl: 225 Täter (14,7 Prozent) mussten sich offenbar Mut antrinken: Sie standen, soweit sich dies noch feststellen ließ, unter Alkoholeinfluss.

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