VOLKACH

Ein Wespennest im Stromverteilerkasten

Wespen suchen sich mitunter ungewöhnliche Plätze für ihre Nester, und manches Mal tut es auch ein Stromverteilerkasten in einem Wohngebiet, wie in Volkach.
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Wespennest in einem Stromverteilerkasten in Volkach. Foto: Foto: Guido Chuleck

Wespen suchen sich mitunter ungewöhnliche Plätze für ihre Nester, und manches Mal tut es auch ein Stromverteilerkasten in einem Wohngebiet. So zum Beispiel in Volkach in der Straße Zum Steinbruch. Ein Anwohner hatte sich wegen eines Wespennestes im Stromkasten an die ÜZ Lülsfeld gewandt. „Wespennester in diesem Kästen kennen wir“, sagt Jürgen Kriegbaum, als Bereichsleiter Netzservice auch für diese nicht eingeladenen Untermieter zuständig. „Solange sich niemand beschwert, lassen wir die Wespen auch in Ruhe“, sagt er. Zumal die Wespen in der Regel nur im Hohlraum unterhalb des Deckels leben würden und mit den eigentlichen Schaltungen nicht in Kontakt kommen. Kommt es dennoch zu einem Problem, etwa wegen eines Stromausfalles, wenn der Kasten an einem Spielplatz steht oder ein Nachbar allergisch auf Wespenstiche reagiert, wird die ÜZ tätig – in Form einer Kontaktaufnahme mit der Unteren Naturschutzbehörde, sprich dem Landratsamt. „Ein Vertreter des Landratsamtes und einer unserer Monteure schauen sich die Sache gemeinsam an und treffen dann eine Entscheidung“, so Kriegbaum. Muss es verlegt werden, übernimmt das ein Fachmann, und falls eine Verlegung nicht möglich ist, wird das Volk vernichtet. Im Falle der Wespen im Kasten an der Volkacher Straße sieht Kriegbaum aktuell keinen Handlungsbedarf. Die Wespen waren ihm als „nicht angriffslustig“ beschrieben worden, kleine Kinder wohnen auch nicht in der unmittelbaren Nachbarschaft, „und Ende September sind sie ohnehin nicht mehr da, also lassen wir sie dort leben“. Text/Foto: Guido Chuleck

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