KITZINGEN

Ein Weltenbummler macht Rast in Kitzingen

Der gebürtiger Hamburger Michael Fleck reist für sein Leben gerne. Pro Jahr drei bis vier Monate ist der Familienvater aus dem baden-württembergischen Crailsheim deshalb in der Weltgeschichte unterwegs - gerne auch mit der Familie samt der beiden Kinder. Am Sonntag kommt Michael Fleck mit einer Live-Multivision nach Kitzingen.
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Ein weiteres Ziel erreicht: Das Nordkap ist der nördlichsten Punkt des Kontinents und steht natürlich auf dem Hurtigruten-Programm. Foto: Foto: Fleck

Der gebürtiger Hamburger Michael Fleck reist für sein Leben gerne. Pro Jahr drei bis vier Monate ist der Familienvater aus dem baden-württembergischen Crailsheim deshalb in der Weltgeschichte unterwegs – gerne auch mit der Familie samt der beiden Kinder. Am Sonntag kommt Michael Fleck mit einer Live-Multivision nach Kitzingen.

Frage: Reisen bedeutet für mich . . .

Michael Fleck: Mehr Zeit für die Familie, möglichst viel von fremden Kulturen und Ländern erfahren.

Wie entdeckten Sie Ihre Leidenschaft?

Fleck: Zusammen mit meiner Frau und damaligen Freundin war ich direkt nach dem Abi auf einer dreimonatigen Tour durch Skandinavien – so ging's los. Aber den Grundstein haben meine Eltern bei mir mit vier Jahren gelegt, als sie mich das erste mal mit in die Alpen nahmen.

Wie oft sind Sie unterwegs?

Fleck: Meist sind es drei Reisen pro Jahr, um die drei bis vier Monate.

Wie viele Reisen kamen bisher zusammen?

Fleck: Darüber führe ich keine Statistik, es ist zu einem großen Teil mein Leben geworden. 100 Reisen sind es bestimmt.

Ihr Lieblingsland?

Fleck: Gibt es nicht. Jedes Land, das ich bisher bereist habe, übt seine eigene Faszination auf mich aus. Ich komme regelmäßig begeistert von meinen Reisen zurück.

Am eindruckvollsten war bisher . . .

Fleck: Wer sich so viel erlaufen, erradelt, erpaddelt, also selbst erarbeitet hat, dem bleiben viele großartige Momente im Kopf. Vielleicht war der erhabenste Moment in Pakistan, als ich mit meiner Frau auf über 5000 Meter Höhe auf dem Eis der Concordia – einem Zusammenfluss mehrerer Gletscher – mein Zelt aufschlug. Wir blickten auf den K2 und viele andere Achttausender.

Welchen Traum müssen Sie sich noch erfüllen?

Fleck: Eine dreimonatige Seekajaktour entlang der Küste Kanadas und Alaskas von Vancouver nach Glacier Bay.

Auf die Idee mit den Vorträgen kam ich . . .

Fleck: . . . als ich zum ersten Mal in einem Visitor-Center in einem Amerikanischen NP eine Diashow mit sechs Projektoren sah.

Zuletzt war ich...

Fleck: . . . im Sommer/Herbst in Südafrika, Lesotho und Korsika.

Was steht als nächstes an?

Fleck: Nochmals Korsika und Südafrika, um weiteres Bildmaterial für neue Multivisionsshows zu erstellen.

Wie viele Vorträge halten Sie?

Fleck: Von den insgesamt 13 Multivisionsshows biete ich aktuell acht Vorträge an.

Am Sonntag geht's um die Hurtigruten – was begeistert Sie daran?

Fleck: Sie bieten zusammen mit dem Fahrrad eine hervorragende Möglichkeit, Norwegens Küste zu bereisen.

Worauf können sich die Kitzinger freuen?

Fleck: Auf eine spannende Live-reportage und überwältigende Panoramafotos und Viodeosequenzen.

Wie hat man soviel Zeit für Reisen und wie finanziert man das alles?

Fleck: Die Antwort ist denkbar einfach: Man macht es zum Beruf! Ich bin inzwischen einer der bekanntesten Vortragsreferenten in Deutschland. Zudem bin ich nicht nur Reisejournalist, sondern arbeite auch als Naturfotograf. Infos zu meinen Multivisions-Shows und den Vortragsterminen gibt's auch im Internet unter www.michael-fleck.de.

Live-Multivision: Zum Jahresabschluss des Kulturprogramms in der Alten Synagoge Kitzingen zeigt Weltenbummler Michael Fleck am Sonntag, 7. Dezember, um 17 Uhr seine Live-Multivisionsshow über die Hurtigruten. Karten für zehn Euro an der Tageskasse ab 16 Uhr. Kinder bis 14 Jahre zahlen nichts.

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