ABTSWIND

Ein Stück Würde durch kleine Dinge

Mehr als 20 Asylbewerber aus Kleinlangheim, Wiesenbronn und Obervolkach haben an einem Gottesdienst in Abtswind teilgenommen. Dabei erläutere Maruschka Hofmann-Sircelj vom Arbeitskreis Asyl, was zu tun ist, damit die Menschen bei uns nicht nur existieren, sondern würdig leben können.
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Helfer in der Not: Pfarrerin Beate Krämer begrüßte in Abtswind auch ehrenamtlich tätige Frauen, die sich um Asylsuchende kümmern (von links): Doris Paul, Maruschka Hofmann-Sircelj, Angela Hufnagel, Gerlinde Martin, Petra Nellen, Pfarrerin Beate Krämer und Monika Conrad. Foto: Foto: Gerhard Krämer

Mehr als 20 Asylbewerber aus Kleinlangheim, Wiesenbronn und Obervolkach haben an einem Gottesdienst in Abtswind teilgenommen. Dabei erläutere Maruschka Hofmann-Sircelj vom Arbeitskreis Asyl, was zu tun ist, damit die Menschen bei uns nicht nur existieren, sondern würdig leben können.

Maruschka Hofmann-Sircelj kam vor 44 Jahren der Liebe wegen nach Deutschland und hatte damit einen wesentlich besseren Start als ihre Schützlinge jetzt. Ihnen möchte sie nun das geben, was sie damals bekommen hat, um ihnen auch einen guten Start zu ermöglichen.

Im persönlichen Gespräch nach dem Gottesdienst konnte man mit den Asylsuchenden aus Äthiopien, Eritrea, Senegal, Kasachstan und Tschetschenien ins Gespräch kommen und mehr über ihr Schicksal erfahren. Zum Beispiel über einen Mann aus dem Senegal, der sein Land verließ, weil er dort zum Kämpfen und Töten gezwungen worden war. Hier in Deutschland erhofft er sich Frieden.

Diese Menschen benötigten Hilfe, machte Maruschka Hofmann-Sirceli klar. Neben der Grundausstattung brauchen sie Bettwäsche, Handtücher, Möbel, Gläser und Tassen, gut erhaltene Kleidung, Kinderwägen oder Fahrräder. Manchmal seien es auch Dinge wie ein Tuch oder ein Schal, die einem Menschen die Würde zurückgeben, betonte Hofmann, manchmal auch ein Lächeln oder ein „Grüß Gott“.

Pfarrerin Beate Krämer erinnerte an das Thema des Erntedankfestes: das Teilen. „Sind wir nicht geradezu verpflichtet, etwas von unserem Frieden und unserem Wohlstand zu teilen mit denen, die vor Krieg und Verfolgung und bitterer Armut fliehen?“ fragte sie.

Hilfe: Wer etwas zur Verfügung stellen möchte, kann sich an das Pfarramt in Abtswind, Tel. (0 93 83) 9 91 91, oder an Maruschka Hofmann, Tel.(01 51) 25 51 23 80, wenden.

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