WIESENBRONN

Ein Platz für die Landwirtschaft

Bäuerliche Betriebe haben ihren Platz im Dorf und so soll es auch bleiben.
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Bäuerliche Betriebe haben ihren Platz im Dorf und so soll es auch bleiben. Diese Haltung machte der Wiesenbronner Gemeinderat einmal mehr in der Sitzung am Dienstagabend deutlich, in der es in der Hauptsache um landwirtschaftliche Vorhaben ging.

Die Erweiterung eines Rinderstalls und ein Schutzdach über einen Behälter waren die Themen, mit denen sich die Runde beschäftigte.

Die Verlängerung der Baugenehmigung für die Erweiterung des Rinderstalls und für den schon vorhandenen Güllebehälter von Hans Kreßmann musste behandelt werden, da neben diesem Bauernhof inzwischen das Baugebiet Geisberg III entstanden ist, teilte Bürgermeisterin Doris Paul mit.

Landwirtschaft nicht beeinträchtigen

Reinhard Hüßner machte sich dafür stark, deshalb jetzt schon Vorsorge dafür zu treffen, dass die Landwirtschaft neben dem Baugebiet weiter ihren Platz hat, falls doch Nachbarn dagegen eingestellt seien. Die Bürgermeisterin erinnerte daran, dass bei der Erschließung des besagten Baugebiets die Bedingung gemacht wurde, dass die Landwirtschaft nicht beeinträchtigt werden dürfe.

Sie kündigte an, dass sie trotzdem beim Planungsbüro nachfragen werde, ob dieser Punkt restlos geregelt sei. Dies sei umso wichtiger, da man nicht wisse, wie die Entwicklung weiter verläuft und nicht doch noch strengere Auflagen in puncto Emissionen kämen, meinte Anton Hell. Die Ratsrunde stimmte geschlossen für die Verlängerung der Baugenehmigung.

„Schutzdach für einen Güllebehälter“ stand auf der Tagesordnung beim Antrag von Heinrich Düll, was sich bei der Debatte als nicht ganz richtig erwies, da es sich um einen Gärrestebehälter für die Biogasanlage drehte. Dies ging aus einem Schreiben einer Nachbarin hervor, die den Gemeinderat um eine Überprüfung der Angelegenheit bat.

Die Bürgermeisterin machte deutlich, dass es im Rat nur um das Schutzdach und nicht um Emissionen gehe, über die das Landratsamt zu entscheiden habe.

Hermann Düll, der als Zuhörer anwesend war, gab auf Anfragen aus dem Rat die Information, dass durch das Schutzdach mögliche Emissionen bis zu 90 Prozent reduziert würden. Er bestätigte, dass es sich um ein Gärrestelager handle, in dem schon vergorene Reste gelagert würden. Es konnte aber zunächst nicht genutzt werden, weshalb relativ viele Lkw-Fahrten notwendig gewesen seien. Das Schutzdach wurde einstimmig befürwortet.

Noch keine landkreisweite Regelung durch den Kreisverband des Gemeindetages gibt es nach Aussage der Bürgermeisterin zur Fundtierpauschale für das Kitzinger Tierheim.

Man könne aber davon ausgehen, dass diese von 20 Cent pro Einwohner auf einen Euro angehoben werde. Sie schlug vor, diesen Betrag in Wiesenbronn anzusetzen, was einhellige Zustimmung fand. Falls es doch eine andere landkreisweiter Regelung geben sollte, wird sich Wiesenbronn anschließen, war sich der Rat einig.

Gemeinde wird Veto einlegen

Bei der Verkehrsschau in Wiesenbronn ging es auch um Bushaltestellen, von denen die eine an der Rotweininsel aus Sicherheitsgründen aufgehoben werden soll. Die Ratsmitglieder waren darob überhaupt nicht glücklich, da diese Möglichkeit bleiben sollte.

Die Gemeinde wird deshalb ein Veto einlegen, wofür der Rat geschlossen stimmte. Die Bürgermeisterin teilte mit, dass bei der letztjährigen Ferienpassaktion in Wiesenbronn 53 Pässe ausgegeben wurden. Die Gemeinde hat beim Defizit einen Anteil von 1045 Euro. „Es gab wieder tolle Angebote und den Kindern machte es Spaß“, lautete das Resümee der Bürgermeisterin. Für die Ratsmitglieder war es keine Frage, dass die Aktion auch 2018 wieder stattfinden soll.

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