Iphofen

Ein Pferd ist kein Spielzeug

Nichts wird es aus der schönen Idee, ein Holzpferd, das demnächst mitten am Marktplatz aufgestellt wird, zum Spielzeug umzuwidmen.
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Der Marktplatz von Iphofen spiegelt sich in einer Vitrine des Knauf-Museums.

Deutschland ist berüchtigt für seine Bürokratie und seine Vorschriften. Das muss nun auch die Stadt Iphofen erfahren. Nichts wird deshalb aus der schönen Idee, ein Holzpferd, das demnächst mitten am Marktplatz aufgestellt wird, zum Spielzeug umzuwidmen. Und so stellt sich schon heute die Frage: Was tun, wenn das Ding seinen Dienst erfüllt hat?

Ein Werbeträger soll das überdimensionale Pferd sein – für die Sonder- und Jubiläumsausstellung „Heinrich Schliemann & Troja“ im nahen Knauf-Museum, das vor 35 Jahren seine Tore geöffnet hat. Am 1. Juni soll es aufgestellt werden, obwoh

l mancher im Stadtrat schon fürchtete, Autofahrer könnten wie am Maibaum Anstoß daran nehmen.

Unklar war bislang, was nach Ende der Ausstellung (15. Juni bis 4. November) mit dem Pferd passieren soll. Die ursprüngliche Idee der Stadt, aus ihm ein Spielgerät zu machen, ist geplatzt.

Wie Bürgermeister Josef Mend im Stadtrat mitteilte, würde sich die Zulassungsprüfung über „mehrere Jahre“ ziehen. Das dauert dem Rat dann doch etwas zu lange – und ist schade für das schöne Werk. Denn sollte sich keine andere Idee ergeben, droht das Pferd in seine Einzelteile zerlegt zu werden.



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