Biebelried
Bausache

Ein Parkplatz macht Probleme

Der Sportverein hat in Biebelried einen neuen Parkplatz gebaut. Bei Sonnenschein ist alles in Ordnung. Doch bei starken Niederschlägen macht das Areal Sorgen.
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Der Eigentümer dieser Maschinenhalle befürchtet, dass Oberflächenwasser des Parkplatzes zur Halle hin abläuft und Schäden hinterlässt. Foto: Bauer
Der Eigentümer dieser Maschinenhalle befürchtet, dass Oberflächenwasser des Parkplatzes zur Halle hin abläuft und Schäden hinterlässt. Foto: Bauer
Dem Gemeinderat bleibt in der kommenden Sitzung die Entscheidung über das weitere Vorgehen am neuen Parkplatz nahe dem Sportgelände in Biebelried vorbehalten. Bei einer Ortseinsicht des Bauausschusses machte Bürgermeisterin Renate Zirndt (Allgemeine Bürgerliste) die Problematik deutlich: Der Sportverein baute auf dem von der Gemeinde gepachteten Bereich neben einer Maschinenhalle von Otto Kraus einen Parkplatz mit Drainage. Beachtet wurde dabei, dass Kraus in einem vier Meter breiten Streifen um seine Halle herumfahren kann. Der Eigentümer macht jedoch Frostschäden an der Halle geltend, die durch Wasser aus dem Sportgelände entstanden sein sollen.
Das Recht, die Halle zu umfahren, unterstrich Jochen Kuhstrebe (Allgemeine Bürgerliste), der als zweiter Bürgermeister mit dem Eigentümer verhandelte.
Entlang des Parkplatzes soll jetzt eine einfache Erdmulde angelegt werden, die das Wasser, das bei üppigen Niederschlägen vom Parkplatzareal kommt, in den Kanal ableiten soll. Überschüssige Erde soll eine kleine Böschung zum Schutz der Halle ergeben.
Im Gegenzug, so Kuhstrebe, wolle Kraus auf das Aufrechnen der Hallenschäden verzichten.
Baureferent Christian Pavel (Allgemeine Bürgerliste) fasste die zwei Lösungsmöglichkeiten für die Gemeinde zusammen: "1500 Euro für die Erdmulde investieren oder einen Rechtsstreit riskieren'?". Kuhstrebe lehnte einen Rechtsstreit wegen 1500 Euro ab und pochte auf sein Verhandlungsergebnis. Als stellvertretender Vorsitzender des TSV Biebelried fügte Gunnar Krauß an, dass es im Streit mit Kraus auch noch um einen falsch gesetzten Schaltkasten gehe, den er in eine Einigung einbezogen sehen möchte.
Der TSV-Vorsitzende Gerhard Roth wies darauf hin, dass der TSV die im Bereich der möglichen Mulde stehenden jungen Bäume entsprechend der Vorgaben des Bebauungsplanes gepflanzt hat. Kraus bot an, die Bäume im Zuge des Muldenbaus auch versetzen zu wollen. Das letzte Wort hat nun der Gemeinderat.
Zunächst besichtigte der Bauausschuss am Mittwochabend den Gemeindebauhof in Kaltensondheim. Zusammen mit Malermeister Hans Gut wurde wegen der staubbelasteten Umgebung für die Gebäudewand eine schmutz unempfindliche Farbe gewählt, die zunächst als Farbmuster aufgetragen wird. Auf der linken Seite der Hallenwand wird das Gemeindewappen aufgebracht und mit dem Schriftzug "Bauhof" versehen.
Der Gemeinderat muss die Empfehlungen noch bestätigen. Er wird sich dann auch mit einem Bauantrag im Außenbereich beschäftigen, wo ein als Holzlagerplatz genutztes Areal eingezäunt werden soll.

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