RÜDENHAUSEN

Ein Hilferuf mit Erfolg

Bei der dringend erforderlichen Sanierung der Turnhalle des TSV Rüdenhausen greift die Gemeinde dem Sportverein unter die Arme. In der Sitzung des Gemeinderats beschloss das Gremium, dem finanziell schwachen TSV 200 000 Euro zur Verfügung zu stellen, um die Kosten zu decken. Damit können die Arbeiten am Dach und die Außensanierung angegangen werden. Im Vorfeld hatte ein Ingenieurbüro Kosten von rund 240 000 Euro ermittelt, die für die dringlichsten Reparaturen notwendig sind.
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Rüdenhausen
Rüdenhausen. Foto: FOTO Stöckinger

Bei der dringend erforderlichen Sanierung der Turnhalle des TSV Rüdenhausen greift die Gemeinde dem Sportverein unter die Arme. In der Sitzung des Gemeinderats beschloss das Gremium, dem finanziell schwachen TSV 200 000 Euro zur Verfügung zu stellen, um die Kosten zu decken. Damit können die Arbeiten am Dach und die Außensanierung angegangen werden. Im Vorfeld hatte ein Ingenieurbüro Kosten von rund 240 000 Euro ermittelt, die für die dringlichsten Reparaturen notwendig sind.

In der Versammlung gab Bürgermeister Gerhard Ackermann dem Vorsitzenden des TSV, Norbert Bergmann, die Möglichkeit, die Sache vorzubringen. Bergmann sprach von einem „Hilferuf, denn wir haben keine andere Möglichkeit.“ Ohne eine Deckungszusage der Gemeinde brauche man nicht weiter zu machen, führte er aus. Die im Gemeindehaushalt eingestellten 30 000 Euro reichten bei weitem nicht aus.

Der Verein, bei dem die Auflösung vor einem Jahr im Raum stand, weil bei mehreren Anläufen kein Vorstand gefunden wurde, könne das Projekt alleine nicht stemmen, führte Vorsitzender Bergmann aus. Das Vorstandsgremium habe interne Möglichkeiten, wie eine Beitragserhöhung, oder eine Sonderzahlung der Mitglieder, wie auch die Übergabe an die Gemeinde erörtert. Das alles sei ausgeschieden.

Auch die Suche nach Zuschussmöglichkeiten, etwa beim Bayerischen Landessportverband oder beim Schützenverband, habe wenig Positives ergeben. Der TSV könne aus eigener Kasse rund 35 000 Euro beisteuern, mehr sei nicht möglich, sagte Bergmann. Die Notwendigkeit, die Sanierung anzupacken, stellte er als „dringend und unumgänglich“, dar.

Er wies auf die von Fachleuten festgestellten Schäden an den Leimbindern der Dachkonstruktion hin, auf Risse in der Außenmauer, wie auch auf manch anderes. Gerade das Problem mit den Balken sei so gravierend, dass eine komplette Erneuerung des Daches nötig sei. Die Arbeiten dienten dem Erhalt, „ein weiteres Warten ist meiner Meinung nach nicht möglich“, wurde der Vorsitzende deutlich.

Weil sich in der Turnhalle auch viele andere Veranstaltungen der Gemeinde, wie Kirchweih, Fasching und so weiter abspielen, gehöre sie zum Dorfleben, als Bereicherung und Kulturträger für die gesamte Bevölkerung, führte Bergmann in seinem leidenschaftlichen Plädoyer aus.

Der Gemeinderat votierte einstimmig für die Hilfe des TSV. „Wir stehen finanziell sehr gut da, haben zum Jahresende keine Schulden mehr“, sagte Bürgermeister Ackermann. Er wies darauf hin, dass in der Turnhalle auch im Küchen- und Sanitärbereich weitere Erneuerungen nötig wären.

Das Ortsoberhaupt will prüfen, ob aus den Töpfen der Dorferneuerung Fördergelder für das Projekt möglich sind. Sollten weitere Zuwendungen fließen, werde das mit dem Betrag der Gemeinde gegengerechnet. Die Gemeinde Rüdenhausen legte zudem Wert darauf, dass der Verein in der Satzung den Passus aufnimmt, dass das Vereinsvermögen im Falle einer Auflösung an die Gemeinde falle.

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