Obervolkach

Ein Happyend nach schwerer Geburt

Starke Geburtswehen begleiteten die Neuwahlen des katholischen Dekanatsrats Kitzingen auf der Vollversammlung in Obervolkach.
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Happyend bei der Neuwahl des Dekanatsrats: (von links) die scheidende Vorsitzende Gerlinde Martin (Obervolkach, 28 Jahre im Gremium), Vorsitzender Peter Krämer (Kitzingen), Delegierte für den Diözesanrat Michaela Gerstner (Obervolkach), stellvertretende Vorsitzende Regina Sterk und Dekan Peter Göttke.

Starke Geburtswehen begleiteten die Neuwahlen des katholischen Dekanatsrats Kitzingen auf der Vollversammlung am Dienstag in Obervolkach. Nachdem Vorsitzende Gerlinde Martin (Obervolkach) nicht mehr zur Wahl antrat, glich die Suche nach einem Nachfolger einer Odyssee. Nach einer Stunde erklärte sich der bisherige Stellvertreter Peter Krämer (Kitzingen) bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Stellvertreterin ist Regina Sterk (Großlangheim). Der Posten des Schriftführers (bisher Martina Neuweg) blieb vakant. Delegierte für den Diözesanrat wurden Regina Sterk und Michaela Gerstner (Obervolkach).

„Ein Vorsitzender eines Dekanatsrat kann nur so gut sein, wie das gesamte Gremium zusammenarbeitet“, sagte Vorsitzender Peter Krämer nach seiner Wahl. In den kommenden vier Jahren seiner Amtszeit hofft er auf gute Ideen, Visionen und konstruktive Diskussionen auf der Basis des gemeinsamen Glaubens.

Begonnen hatte das Treffen mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Nikolaus in Obervolkach. Bei einem Stehempfang im Vereinsheim der Karnevalsvereinigung Obervolkach wurden die langjährige Schriftführerin Martina Neuweg (Rödelsee) und einige Delegierte aus den Pfarreiengemeinschaften verabschiedet.

In der Vollversammlung blickte die scheidende Vorsitzende Gerlinde Martin auf ihre 28-jährige Dienstzeit im Dekanatsrat, davon zwölf Jahre als Vorsitzende, zurück. Sie erinnerte an ihre Vorgänger Rita Teske (Dettelbach), Georg Endres (Wiesentheid) und Michael Moser (Schwarzach). „Mir hat mein Amt immer viel Freude gemacht“, zog sie positive Bilanz. Daneben sei die Arbeit im Dekanatsrat immer eine große Herausforderung gewesen, da in ihre Amtszeit die Bildung der Pfarreiengemeinschaften und die Vorbereitung für die Bildung größerer Einheiten fielen. Das Leitwort von Bischof Friedhelm Hofmann „Neue Wege gehen – Die Freude an Gott ist unsere Stärke“ habe sie immer begleitet. Damit seien die diözesanweiten Aufgaben des strukturellen Neubeginns fortgeführt worden. „Es ist viel geschehen in den Gemeinden und die Zusammenarbeit ist gewachsen,“ betonte Martin. Die bisherigen Pfarrgemeinderäte seien nicht aufgegeben und die Chancen großräumiger Zusammenarbeit genutzt worden.

Die Vorsitzende skizzierte die Ergebnisse des Dekanatstags 2008 im Klostergarten Kirchschönbach, des Studientags 2009 und des Treffens des Dekanatsrats 2014, bei dem man sich mit der Situation der Asylbewerber im Landkreis beschäftigte. Nach der Bildung der Pfarreiengemeinschaften sei seit Jahren klar, dass durch den anhaltenden Priestermangel und die Veränderungen in der Gesellschaft in der Zukunft noch größere Einheiten der Zusammenarbeit notwendig sind, meinte Martin. Nach ihrem Ausscheiden sei ihr die Sache „Kirche und Glaube“ weiter sehr wichtig. Wie sich die Struktur des Dekanats in der Zukunft verändere und wie lange der Dekanatsrat in der aktuellen Form besteht, werde sich in den kommenden Jahren mit dem neuen Bischof Franz Jung entwickeln. Pfarrer Peter Göttke (Wiesentheid), der Dekan des Dekanats Kitzingen, informierte über den Ist-Stand der pastoralen Räume in der Region.

Info: Der Dekanatsrat ist das oberste Laiengremium im Dekanat. Er setzt sich aus den Vertretern der Pfarrgemeinderäte und Vertretern der verschiedenen kirchlichen Verbände und Organisationen im Dekanat zusammen. Beschließendes Organ ist die Vollversammlung, die zweimal jährlich stattfindet.



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