Seinsheim

Ein Bauplatz wird gestrichen

Der Seinsheimer Marktgemeinderat beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit Änderungen im Baugebiet Wässerndorf.
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Symbolfoto: Hausbau
Symbolfoto: Hausbau Foto: Purestock (Purestock)

Der Seinsheimer Marktgemeinderat beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit Änderungen im Baugebiet Wässerndorf.

Bürgermeister Heinz Dorsch regte an, drei der An der Leite gelegenen Grundstücke zu zwei Grundstücken zusammen zu legen. Er erklärte, dass die im rechtskräftigen Bebauungsplan gezeigte 20 Meter breite Baugrenze ein Grundstück deutliche einschränke und so unattraktiv mache. Mit einem Grundstück weniger spare die Marktgemeinde Kosten bei der Kanalherstellung, bekomme aber auch weniger Erschließungskosten.

Aus zwölf Grundstücken werden elf

Im Bebauungsplan liegen die Grundstücksgrößen zwischen 800 und 1200 Quadratmetern. Das Problem ist: Von der großen Fläche abziehen muss man den Bereich jenseits der bergwärts gelegenen Baugrenze, der nur für eine Wiese genutzt werden kann. Dort gilt ein Bauverbot.

Die Ratsrunde war einverstanden, diesen nicht nutzbare Grundfläche aus der Grundstücksgröße herauszunehmen. Aus den bisher zwölf Grundstücken werden nun neu elf Baugrundstücke, es ergeben sich Grundstücke zwischen 750 und 950 Quadratmetern. Erst später soll entschieden werden, ob einzelne Käufer auch größere Flächen bekommen können, um Obstwiesen oder Gärten anlegen zu können.

Für die Erneuerung der Bachgasse in Seinsheim gibt es drei Vorentwürfe. Bürgermeister Dorsch ließ wissen, dass im Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) noch Mittel für den Ausbau vorhanden sind, der mit bis zu 66 Prozent bezuschusst werden könnte. Zunächst, so der Beschluss, wird die Vorplanung schnellstmöglich an das Wasserwirtschaftsamt weitergeleitet, um eine Vereinbarung über den Ausbau abschließen zu können. Außerdem wird die schon ältere Kostenschätzung überprüft. Die Fertigstellung muss bis Ende 2021 erfolgt sein.

Weitere Entscheidungen des Gemeinderates waren:

In einer Bauvoranfrage ging es um den Teilabbruch einer Scheune in Tiefenstockheim, deren Dachvorsprung immer wieder durch Straßenverkehr beschädigt wird. Der Eigentümer will anstelle des Satteldaches eine Dachterrasse errichten. Der Marktgemeinderat stellte seine Zustimmung in Aussicht.

 Bürgermeister Dorsch gab bekannt, dass die Feldgeschworenen zukünftig anstelle des bisherigen Stundensatzes von 10,50 Euro 14 Euro je angefangene Stunde vergütet bekommen.

Der Haushalt 2019 wurde genehmigt. Den Schuldenstand bezifferte Dorsch mit 172 000 Euro zum Jahreswechsel, Ende 2019 soll er bei 135 000 Euro liegen. An Rücklagen sind derzeit 598 000 Euro vorhanden. Mit Blick auf zurückliegende Haushaltsjahre seiner Amtszeit beschrieb er die Gemeindefinanzen mit "gut erholt".

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