Die Tage der alten Tragkraftspritze sind in Kürze vorbei für die Feuerwehr in Rehweiler. Der Geiselwinder Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung den Kauf eines Mercedes MB 310 mit entsprechenden Ausbau für 12 495 Euro, der künftig im Ortsteil stehen wird. Das Fahrzeug Baujahr 1994 ist laut Bürgermeister Ernst Nickel in sehr gut erhaltenem Zustand. „Ein tolles Auto für den Preis“, so Nickel.

Bislang musste die Wehr im drittgrößten Geiselwinder Ortsteil ihre auf einem Anhänger befindliche Tragkraftspritze mit einem Traktor zum Einsatzort ziehen. Weil durch den technischen Zustand der Anhänger laut Prüfbericht der Staatlichen Feuerwehrschule nur noch „beschränkt einsatzbereit“ sei, musste die Gemeinde handeln. „Wir hätten den Anhänger nur noch mit der Hand ziehen dürfen, oder mit einem Traktor, der höchstens 25 Stundenkilometer fährt“, sagte der Bürgermeister.

Für den Kauf des Fahrzeugs sprachen mehrere Punkte. Da ist einmal das Alter der Tragkraftspritze, die aus dem Jahr 1963 stammt. Zum anderen ist die Ortsteil-Feuerwehr mit einem Fahrzeug eher in der Lage, die Stützpunktwehr in Geiselwind bei Einsätzen zu unterstützen. Außerdem wies Bürgermeister Nickel darauf hin, dass bei der Wehr in Rehweiler derzeit einige junge Ortsbewohner mitmachen. Gerade für den Nachwuchs sei das Fahrzeug eine Art zusätzliche Motivation für den freiwilligen Dienst.

Der Mercedes passe in das Feuerwehrhaus. Laut Kreisbrandinspektor Bernhard Werner besitzt er Halterungen für Atemschutzgeräte und kann entsprechend nachgerüstet werden. Bei der Finanzierung unterstützt der Verein der Feuerwehr Rehweiler die Gemeinde, weil die Kommune für dieses Jahr kein Geld mehr für diese Zwecke im Haushalt hat. Die Ortsteilwehr leistet eine Anzahlung von 5000 Euro als zinsloses Darlehen, wurde vereinbart. Der Rest wird im Januar 2014 bezahlt.