KITZINGEN

Ehrfurcht vor Dollingers Lebenswerk

Gewöhnlich gibt die Jahresschlussfeier des Kraftsportvereins (KSV) Kitzingen Anlass zu Freude. Heuer sah es anders aus. Ehrenmitglied Siegfried Herrmann erklärte in der Walter-Schneider-Sporthalle, dass 2013 kein gutes Jahr für den KSV war und führte Gründe an.
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Ehrungen beim Kraftsportverein: Stefan Schneider (von links), stellvertretender Vorsitzender des Kraftsportverein Kitzingen, würdigt die Vereinstreue von Hermann Süßmeier, Thomas Stöhr, Harald Sauf, Marga Müller, Gerald Göb, Marion Lenz, Hans Poschet, Astrid Kropp, Arnold Reuß und Claus Mannsbart. FOTO Hartmut Hess

Gewöhnlich gibt die Jahresschlussfeier des Kraftsportvereins (KSV) Kitzingen Anlass zu Freude. Heuer sah es anders aus. Ehrenmitglied Siegfried Herrmann erklärte in der Walter-Schneider-Sporthalle, dass 2013 kein gutes Jahr für den KSV war und führte Gründe an.

Mit dem Tod des „Mister Boxsport“ und KSV-Urgesteins Frieder Dollinger verlor der Verein eine seiner größten Persönlichkeiten. Dollinger hatte ein halbes Jahrhundert für den KSV und den Boxsport gewirkt und sich mit der Verwirklichung des Boxcenters in der Florian-Geyer-Halle ein Denkmal gesetzt.

„Frieder leistete mehr als ein Sozialarbeiter bei seinen jugendlichen Boxern“, betonte Hermann. Stellvertretender Vorsitzender Stefan Schneider unterstrich seine Wertschätzung gegenüber Dollinger und kündigte an, dass ihn der Verein posthum zum Ehrenvorsitzenden ernennen wird. Zu dessen Ehren benannte der Verein Dollingers Werk bereits zum „Frieder-Dollinger-Boxcenter“ um. Als Box-Funktionär, Handwerker und Visionär war der Repperndorfer ein großes Vorbild. Herrmann sagte: „Der Kraftsportverein verneigt sich in Ehrfurcht vor dem Lebenswerk unseres Frieders.“

Einen Verlust der anderen Art musste der KSV hinnehmen, als der Vorsitzende Erwin Gilch im August nach nur sieben Monaten Amtszeit seinen Rücktritt erklärt hatte. Seitdem wird der Verein kommissarisch geführt. Daneben erschütterte die Mitglieder die schwere Erkrankung von Vergnügungswart Dietmar Kesselring.

Stefan Schneider führt derzeit zusammen mit Kassier Reiner Stöcker den Verein, kündigte aber an, bei den Neuwahlen im Januar nicht als Vorsitzender zu kandidieren. Trotzdem könnte Stefan Schneider der Mann der Zukunft im KSV-Vorstand werden. Siegfried Herrmann prophezeite jedenfalls: „Glaubt mir liebe Mitglieder, das wird mal ein Guter.“

Der so Gelobte verwies darauf, dass der Verein in 2014 sein 120-jähriges Bestehen feiern kann. Gleichzeitig kündigte er eine neue Organisationsstruktur für den 400 Mitglieder zählenden Verein an.

Siegfried Herrmann und Stefan Schneider ehrten dann 27 Frauen und Männer, die zwischen 15 und 55 Jahren ihrem Kraftsportverein die Treue halten.

Die Geehrten

Für 55 Jahre Mitgliedschaft: Hermann Süßmeier; 50 Jahre: Georg Deuerlein, Ludwig Graber; 30 Jahre: Maria Fischer, Marga Müller, Ursula Stöhr, Claus Mannsbart, Harald Sauf, Hans Poschet, Arnold Reuß, Otto Schmidt, Thomas Stöhr, Harald Hader, Andreas Darlapp; 25 Jahre: Sabine Hagelstein, Karl Ott; 20 Jahre: Marion Lenz, Astrid Kropp, Oliver Barth, Mathias Weidner, Udo Neubert, Marco Möstl; 15 Jahre: Gerald Göb, Gerhard Huber, Hans-Ulrich Hintermair, Daniel Schmitt, Rainer Schäfer.

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