Günther Lannig ist Träger des Ehrenbriefs der Stadt Marktbreit. Die Verleihung dieser besonderen Auszeichnung war der Höhepunkt des Neujahrsempfangs der Stadt am Samstagabend im Lagerhaus. Vor der Ehrung gab es fetzige Musik einer Band der Musikschule und einen Blick auf die Ereignisse des vergangenen Jahres aus der Sicht von Bürgermeister Erich Hegwein.

Kein sehr optimistischer Blick, den der Bürgermeister da auf die welt- europa- und deutschlandweiten Geschehnisse warf. Auch wenn einem Zitat nach wir "vorwärts leben und rückwärts verstehen", war wohl in dieser Auflistung "einiges dabei, das wir nicht wirklich verstehen können", wie etwa der Terror des sogenannten "islamischen Staates".

Vieles an Arbeit konnte in Marktbreit erledigt werden, etwa die Außenrenovierung des Gnodstadter Rathauses, die Erneuerung der Dichterstube, umfangreiche Arbeiten an den Kindergärten. Erste Erfolge zeigte das kommunale Förderprogramm zur Fassadensanierung, das aus den Mitteln der Grundsteuer finanziert wird: "Wir sind da auf einem guten Weg, den wir weiterführen wollen", sagte Hegwein. Und konnte auch feststellen, dass die Leerstandsproblematik in der Stadt rückläufig ist, wenn auch nicht mit neuen Läden, aber mit neuen Wohnungen.

Im neuen Jahr steht dann der Bau des Radwegs zwischen Marktbreit und Gnodstadt an, für den der Grunderwerb abgeschossen werden konnte. Nach wie vor Sorge bereitet der Stadt der letzte Abschnitt der Mainufersanierung im Bereich der ehemalige DBV-Tankstelle, da hier umfangreiche Bodensanierungen erwartet werden. Das wird aufwendig, kompliziert und teuer. Für die Erweiterung des Baugebiets Ohrenberg hat die Stadt Vorbereitungen getroffen, allerdings stehen dort noch weitere archäologische Untersuchungen und Sicherungen an.

Höhepunkt im Jahr 2019 wird wohl die Feier des 200-jährigen Stadtrechts für Marktbreit sein. Das ganze Jahr über soll es dazu etliche Veranstaltungen geben, organisiert von einem eigenen Festkomitee, das demnächst mit Details in die Öffentlichkeit gehen wird.

Auch wenn die Stadt derzeit finanziell keine Sogen hat, für Hegwein ist es "unverzichtbar", von Bund und Land mit entsprechenden Finanzmitteln ausgestattet zu werden, "damit wir unsere Aufgaben erfüllen können."

Überrascht zeigte sich Günther Lannig von der Verleihung des Ehrenbriefs der Stadt, für den hohe Voraussetzung zu erfüllen sind. Der Preisträger muss mindestens 50 Jahre alt und im Bereich des Sports 30 Jahre tätig sein. Dies alles erfüllt der Schützenmeister der Schützengesellschaft Marktbreit. Denn er war bereits lange Jahre Mitglied im Gesellschaftsausschuss des Vereins eh er 1992 das Amt des stellvertretenden Schützenmeisters übernahm und schließlich 2007 zum Schützenmeister gewählt wurde. Zudem war er maßgeblich bei den Sanierungsarbeiten im und rund ums Schützenhaus beteiligt. Für diese ehrenamtlichen Verdienste verlieh der Stadtrat einstimmig den Ehrenbrief der Stadt, der am Samstag von Jugend- und Sportreferentin Christiane Berneth und Bürgermeister Erich Hegwein unter großem Beifall der Versammlung überreicht wurde.