Kitzingen
Ehrenamt

Ehrenamtspreis für Alois Fröhling

Tag für Tag führt der Weg von Alois Fröhling in die Kirche - und das seit 60 Jahren.Er ist Mesner, Kommunionhelfer und Küster. Für seinen Einsatz wurde er jetzt von Landrätin Tamara Bischof mit dem Ehrenamtspreis des Landkreises Kitzingen ausgezeichnet.
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Landrätin Tamara Bischof ehrt Alois Fröhling  mit dem Ehrenamtspreis des Landkreises Kitzingen aus.
Landrätin Tamara Bischof ehrt Alois Fröhling mit dem Ehrenamtspreis des Landkreises Kitzingen aus.
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Seit nunmehr 60 Jahre ist Alois Fröhling Küster in der Katholischen Kirche St. Vitus in Hörblach und seit einigen Jahre zusätzlich in der katholischen Pfarrkirche "Heiliges Kreuz" Stadtschwarzach. Bei Wind und Wetter, im Sommer wie im Winter, steht der rüstige Rentner um 7 Uhr in der Früh auf, schließt die Kirche auf und schaut kurz nach dem Rechten. Sein Jahrzehnte währendes Engagement wurde nun mit dem Ehrenamtspreis des Landkreises Kitzingen gewürdigt.
Am Mittwoch überreichte Landrätin Tamara Bischof (FW) beim Ehrenamtsempfang im Landratsamt den Preis an Alois Fröhlich. "Ich war völlig überrascht und wusste überhaupt nicht, um was es ging, als ich von der Einladung für heute Abend erfuhr", erklärte Alois Fröhling nach der Preisverleihung.
Bereits als Schüler hat Fröhling das Ehrenamt von seinen Großeltern übernommen.
"Es war für mich schon immer ein Wunsch, mich für andere Menschen einzusetzen und zu helfen", sagt er. Er übernimmt alle Aufgaben, die um und in der Kirche anfallen. Dazu gehört das Schmücken der Kirche, das Aufschließen in der Früh, das Abschließen am Abend. Als Mesner begleitet er den Gottesdienst, kümmert sich um die Ministranten, um den Blumenschmuck, leert die Opferstöcke und schaut nach, ob Geld für Gottesdienste eingeworfen wurde. Als Kirchenpfleger kümmert er sich um die Finanzen der Kirche im Mark Schwarzach.
"Ich bin in meine Aufgaben im Laufe meines bisherigen Lebens einfach so hinein gewachsen", sagt Alois Fröhling. Und er will weitermachen, so lange es die Gesundheit zulässt. Zurzeit hat er da zwar keine Probleme, aber sollte es ihm wirklich einmal schlechter gehen, hat er jemanden, der seine Aufgaben übernimmt und in seine Fußstapfen tritt. Für seine Tätigkeit als Kommunionhelfer absolvierte er eine entsprechende Schulung, weitere Voraussetzung war das Vorliegen einer bischöflichen Beauftragung.

Vorsitzender des Gesangvereins

Doch Alois Fröhling war nicht nur für die Kirche aktiv. Von 1966 bis 2001 - also 35 Jahre lang - war er Vorsitzender des Gesangvereins Stadtschwarzach. Sowohl auf Kreis- als auch auf Bezirksebene nahm er verschiedene Ämter in der Sängergruppe Kitzingen wahr und brachte sich unter anderem als Schriftführer ein.
Mit 65 Jahren begann er, Tenorhorn mit seinen Enkeln und seinem Sohn zu spielen und nachdem dies nicht schlecht klappt, spielt er aktiv bei der Kirchenmusik und Blasmusik "Bläser-Echo" Stadtschwarzach mit. Seit 45 Jahren ist Fröhling Vorsitzender des Dreifaltigkeitsvereins Stadtschwarzach und Umgebung. Im Rahmen dieser ehrenamtlichen Tätigkeit organisiert und leitet er unter anderem die jährliche Wallfahrt nach Gößweinstein und kümmert sich um die Unterkunft und logistischen Aufgaben für die Wallfahrer.

2. Preis für Walter Wirsing

Landrätin Tamara Bischof würdigte auch die Verdienste der weiteren Preisträger. Walter Wirsing erhielt den 2. Preis, der 3. Preis ging an die Interessengemeinschaft Elfleinhäusle mit Fritz Engel, Peter Heß, Rudolf Wandler, Manfred Gruber und Willi Gruschke.
"Wir hatten im letzten Jahr beim ersten Ehrenamtsempfang versprochen, dass es sich um keine Eintagsfliege handelt" erklärte die Landrätin. "Wir haben unser Versprechen gehalten, und so freue ich mich, dass wir heute am Tag des Ehrenamtes zum zweiten Ehrenamtsempfang einladen konnten."
Im Landkreis Kitzingen sind einer Untersuchung zufolge über 50 Prozent der Bürger ehrenamtlich engagiert. Bundesweit sind es 23 Millionen Menschen. Nachdem 2012 das Bürgerliche Engagement im Bereich "Soziales Engagement" gewürdigt wurde, ging es diesmal um die Bereiche Kultur, Brauchtum und Bildung. 29 Vorschläge aus 17 Landkreisgemeinden waren eingereicht worden.

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