Kitzingen
Investitionen

Ehemalige Harvey-Barracks: Neuer Stadtteil entsteht

Um die 200 Gäste nutzten gestern Nachmittag die Gelegenheit, sich in den ehemaligen Harvey-Barracks umzusehen. Hier entsteht ein ganz neuer Stadtteil.
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Fotos: Diana Fuchs
Fotos: Diana Fuchs
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Der Wow-Effekt war garantiert. Seit die Amerikaner Kitzingen 2006 verlassen haben, hat kaum ein Bürger die Harvey-Barracks betreten können. Nun entsteht auf den 200 Hektar am nordöstlichen Stadtrand Kitzingens unter der Regie des neuen Besitzers Markus Blum (blumquadrat Iphofen) ein neuer Stadtteil namens "ConneKT", ein Technologiepark mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Wie vielfältig, das versetzte am Freitag so manchen in Erstaunen.

Zwischen Alt und Nagelneu

Blum hatte Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Immobilien-Interessenten zum Tag der offenen Tür eingeladen. Per Bus oder im knallroten Triebwagen - denn die Bahnschienen tun noch ihren Dienst - erkundeten rund 200 Besucher den Flugplatz und vor allem die zahlreichen, ganz unterschiedlichen Gebäude auf etwa 70 Hektar Gewerbefläche - von der gigantischen Mannschaftsunterkunft über teils toll sanierte Verwaltungsräume bis hin zu Werks- und Lagerhallen aller Art und Größe. Mancherorts traf man unvermittelt auf ganz verträumte Ecken oder alte Steinhäuser, die einen in die spannende, 100-jährige Geschichte des Areals entführten.

Auf der über zwei Kilometer langen Landebahn präsentierten sich an einem gemeinsamen Stand die Verantwortlichen des Kitzinger Luftsportclubs LSC und der Belectric Solarkraftwerke GmbH. Deren Vertriebsleiter Klaus Waldera und LSC-Vorsitzender Herbert Sattler möchten kooperieren: Ein Drittel der Landebahn soll mit einer 2,5 Megawatt-Solaranlage versehen werden, zwei Drittel sollen dem Flugbetrieb dienen. Die luftrechtliche Genehmigung sei kein Problem, meinte Sattler, dafür die Kampfmittelräumung.

Unternehmer Markus Blum sieht das größte Problem darin, dass es noch immer kein Baurecht gibt. Bis Ende Juli, sagt Blum, müsse der Stadtrat Nägel mit Köpfen machen. "Wir müssen den Interessenten sagen können, wann's losgeht." Da mehrere Stadträte gestern vor Ort waren, besteht Hoffnung, dass diese ebenfalls den Wow-Effekt erlebten - und nun ein bisschen aufs Gas drücken.
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