SCHWARZACH

Durchfahrt Hörblach nachts für Laster sperren

Die Uneinsicht von Auto- und Lkw-Fahrern beschäftigte die Schwarzacher Gemeinderäte in ihrer Sitzung. Probleme bereitet nicht nur eine Stelle in der Bamberger Straße in Stadtschwarzach, die mit einem beschränkten Halteverbot ausgewiesene ist. Auch in Hörblach gibt es im Bereich der Tankstelle am Ortsende immer wieder Ärger mit parkenden Lastwagen in der Ortsstraße.
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Verkehr quält sich durch die Baustelle: Fußgänger leben zurzeit gefährlich in Arnstein. Beim Überqueren der Karlstadter Straße im Baustellenbereich ist Vorsicht geboten. Lange Schlangen von Lkw und Pkw quälen sich tagtäglich durch die Baustelle. Foto: Foto: Jana Keul

Die Uneinsicht von Auto- und Lkw-Fahrern beschäftigte die Schwarzacher Gemeinderäte in ihrer Sitzung. Probleme bereitet nicht nur eine Stelle in der Bamberger Straße in Stadtschwarzach, die mit einem beschränkten Halteverbot ausgewiesene ist. Auch in Hörblach gibt es im Bereich der Tankstelle am Ortsende immer wieder Ärger mit parkenden Lastwagen in der Ortsstraße.

Dazu hielten in Hörblach während der Zuckerrübenkampagne nachts Rübenfahrzeuge, um im Ort Fahrerwechsel vorzunehmen. Insgesamt acht Fahrzeuge hatte ein Anwohner in einer Nacht im November in der Zeit von 23.20 bis 4.20 Uhr beobachtet. Das sei kein Einzelfall, hieß es in der Sitzung. Erschwerend komme hinzu, dass der klagende Anwohner eine Pension betreibe. Gerade der Lkw-Verkehr in der Nacht störe die Übernachtungsgäste. Auch tagsüber parkten die Laster häufig direkt vor den Fenstern der Pension, wie in der Sitzung mit Fotos belegt wurde.

Keine Verbesserung

Die Gemeinde hat die Situation bereits bei Südzucker in Ochsenfurt moniert, „die Lage hat sich aber nicht verbessert“, stellte Bürgermeister Lothar Nagel in der Sitzung fest. Diese Situation bekräftigten die Gemeinderäte Peter Götz und Peter Kuhn.

Als Grund für den Fahrerwechsel vermutete Nagel die günstige Verkehrslage Höblachs. Zudem sei ein Parkplatz bei Sommerach geschlossen worden. Um die Situation in den Griff zu bekommen, lässt die Gemeinde nun die Möglichkeit eines Nachtfahrverbots für Lastwagen in Hörblach in der Zeit von 22 bis 6 Uhr von Landratsamt und Polizei prüfen, hieß es.

Schwieriger gestaltet sich die Situation in Stadtschwarzach, im Bereich zwischen Marktplatz und Kirchgasse. Dort hatte es wegen unerlaubt parkender Autos Behinderungen während eines Feuerwehreinsatzes gegeben. Trotz eines eingeschränkten Halteverbots stünden dort regelmäßig Autos. Die Gemeinde ließ nun vom Landratsamt die Beschilderung prüfen. Ergebnis: „Die Beschilderung ist korrekt, was nicht korrekt ist, ist das Verhalten der Autofahrer. Mit anderen Schildern lösen wir das Problem nicht, nur mit einer regelmäßigen Überwachung“, sagte Bürgermeister Nagel. Allerdings sei eine generelle Überwachung des ruhenden Verkehrs im Ort finanziell unrentabel. Jetzt soll die Polizei gebeten werden, das Parkverhalten zu kontrollieren. Ratsmitglied Volker Schmitt regte an, die Gemeinde solle erneut mit dem Landratsamt reden, um die Sache zu lösen.

Ein weitere Stelle, an der Autofahrer unangenehm auffallen, ist der Lotsenübergang in der Schweinfurter Straße. Die Gemeinde lässt ihn um einige Meter verlegen, Kosten fielen keine an, hieß es in der Sitzung. Nach Aussagen von Eltern, die dort ihre Kinder über die Straße zur Schule lotsen, parkten dort immer wieder Autos, was die Sicht auf den Übergang beeinträchtige. Auch ein absolutes Halteverbot in der Zeit zwischen 7.30 und 8.30 Uhr störe die Wagenlenker nicht. „Ich stand dort acht Jahre als Lotse und hatte jeden Tag Ärger. Immer mit den Gleichen“, sagte Gemeinderätin Maria Fieber.

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