Albertshofen

Drückampelanlage in Albertshofen wird erneut diskutiert

Ein Thema, das in der Vergangenheit schon mehrmals Bürger und den Albertshöfer Gemeinderat beschäftigte, brachte der SPD-Ortsverein jetzt wieder auf die Agenda: die Kreuzung von der Waldstraße zur Gartenlandhalle an der Umgehungsstraße. Der Gemeinderat fasste zwar noch keinen Beschluss über den Antrag des SPD-Ortsvereins zur Errichtung einer Drückampel. Aber die Sozialdemokraten machten Druck, der dazu führte, dass über die Thematik jetzt möglichst schon in der November-Sitzung entschieden wird.
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Für Fußgänger oder Fahrradfahrer ist es gefährlich, die Kreuzung von der Waldstraße zur Gartenlandhalle zu passieren. Wenn es nach dem SPD-Ortsverein geht, soll dort eine Drückampel künftig das gefahrlose Überqueren der Kreuzung ermöglichen. Foto: Hartmut Hess

Ein Thema, das in der Vergangenheit schon mehrmals Bürger und den Albertshöfer Gemeinderat beschäftigte, brachte der SPD-Ortsverein jetzt wieder auf die Agenda: die Kreuzung von der Waldstraße zur Gartenlandhalle an der Umgehungsstraße. Der Gemeinderat fasste zwar noch keinen Beschluss über den Antrag des SPD-Ortsvereins zur Errichtung einer Drückampel. Aber die Sozialdemokraten machten Druck, der dazu führte, dass über die Thematik jetzt möglichst schon in der November-Sitzung entschieden wird.    

Der SPD-Ortsverein hatte kürzlich eine Begehung der Kreuzung durchgeführt und jetzt beantragt, eine Ampelanlage zu installieren. Einen ähnlichen Antrag hatte der Ortsverein schon vor sechs Jahren gestellt, heute wie damals sehe die Polizeiinspektion und auch er selbst keinen Anlass für eine Ampelanlage, wie Bürgermeister Horst Reuther erklärte.

Vizebürgermeisterin Katharina Riedel widersprach dem Bürgermeister und wertete die Haltung der Polizei als "wirklich zynisch". Die Gemeinde hat seit einigen Tagen zwei Geschwindigkeitsmessgeräte an der Kreuzung postiert und eine 24-Stunden-Statistik habe eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 55,6 Stundenkilometer ergeben.

Widerspruch zu Zahlen von vor sechs Jahren

80 Prozent der Verkehrsteilnehmer seien nach der Statistik nicht schneller als 65 Stundenkilometer gefahren. Diese Werte stehen im Kontrast zu den von der SPD angeführten Zahlen von vor sechs Jahren. Damals seien viel mehr Verkehrsteilnehmer viel zu schnell unterwegs gewesen, der Spitzenreiter sogar mit 175 Stundenkilometer. "Klar wollen wir alle in dem Bereich die Geschwindigkeit insgesamt reduzieren, nur sollten wir keinen Schnellschuss machen", meinte Horst Reuther.

Lorenz Hofmann plädierte dafür, nochmals bei einem Ortstermin ausführlich alle Möglichkeiten zu diskutieren. "Wir haben immer nur geredet, wir haben den Antrag gestellt, damit endlich etwas passiert", meinte Ratsmitglied und SPD-Ortsvereins-Vorsitzender Gerhard Uhl. Er habe sich informiert, dass eine Drückampel 30 000 bis 40 000 Euro kosten würde. "Diese Summe sollte uns die Sicherheit unserer Bürger wert sein", stellte Katharina Riedel klar. Deswegen einigte sich die Ratrunde darauf, zeitnah eine Entscheidung zu treffen.

Probeweise Abschaltung der Straßenbeleuchtung

Außerdem wurde im Gemeinderat beschlossen, dass in den kommenden Wochen probeweise die Straßenbeleuchtung nachts zwischen Mitternacht und vier Uhr abgeschaltet. Julian Philp fand es "überhaupt nicht gut", die Beleuchtung nachts abzuschalten, er wollte dazu gerne Stellungnahmen von Rettungsdiensten haben. Katharina Riedel votierte für eine Testphase und anschließende Bürgerbefragung. Eine zehn zu fünf-Mehrheit beschloss letztlich die Abschaltung von Mitternacht bis vier Uhr am Morgen ab dem 16. Oktober bis zur Kirchweih im November.

Die Ratsrunde diskutierte außerdem ob, der Ulmenbaum im Rathausinnenhof, der von Experten für tot erklärt worden sei, gefällt oder künstlerisch gestaltet werden solle. Jetzt sollen Kunsthandwerker damit beauftragt werden, einen Gestaltungsvorschlag zu bringen, in dem auf Gemüse im Gärtnerdorf hingewiesen werde.

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