Würzburg
Polizeibericht

Drogenfund: 500 Gramm Kokain im BH

Ganz so sicher war das Versteck doch nicht, dass sich zwei Frauen für rund 500 Gramm Kokain ausgedacht hatten: Die Polizei wurde bei einer Kontrolle auf der A3 trotz der intimen Stelle fündig.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein vermeintlich sicheres Rauschgiftversteck hatten sich am Freitagnachmittag zwei Frauen ausgesucht, die auf der A3 in Richtung Süden unterwegs waren. Bei einer Kontrolle auf der A3 flogen die beiden allerdings auf. Polizeibeamtinnen entdeckten in den BHS der Beschuldigten knapp 500 Gramm Kokain. Jetzt sitzen die Fahrerin aus Spanien und ihre Beifahrerin aus Bolivien in Untersuchungshaft.

Mit einem Renault, der in Spanien zugelassen ist, waren die 27 und 25 Jahre alten Frauen in Richtung Süden unterwegs. Gegen 17.30 Uhr hielten sie an einem Parkplatz bei Würzburg an, wo Zivilfahnder der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried dann eine Kontrolle durchführten. Dabei wies sich die Beifahrerin mit einem gefälschten slowenischen Reisepass aus. Bei der Durchsuchung des Pkw wurde noch ein slowenischer Führerschein aufgefunden, der ebenfalls gefälscht war.

Da weitere Straftaten nicht auszuschließen waren, wurden die Fahrzeuginsassen vorläufig festgenommen und zur Dienststelle der Verkehrspolizei gebracht. Hier wurden die beiden Frauen von Polizeibeamtinnen einer genauen körperlichen Durchsuchung unterzogen. Dabei kam eine größere Menge an Drogen zum Vorschein. Wie sich herausstellte, hatten beide jeweils etwa 230 Gramm Kokain in ihren BHs transportiert.

Das Rauschgift wurde wie die zuvor aufgefundenen Dokumente sichergestellt. Die beiden Festgenommenen verbrachten den Rest der Nacht in einer Arrestzelle der Polizei. Die weitere Sachbearbeitung übernahm noch am Abend die Kriminalpolizei Würzburg in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden die Frauen am Samstag dem Ermittlungsrichter in Würzburg vorgeführt. In beiden Fällen wurden Haftbefehle erlassen. Danach mussten die 25 und 27 Jahre alten Beschuldigten bis auf weiteres den Weg hinter Gitter antreten. Jetzt laufen Ermittlungsverfahren wegen illegaler Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren