Obernbreit

Drei Nachttöpfe sind zu wenig

Vor rund zehn Jahren war es noch eine Vision: Im "Schätzleins Häusla" in der Würzburger Straße in Obernbreit ein "Heimatmuseum" einzurichten. Heute ist das Projekt gestoben und in der Ratssitzung am Mittwochabend beerdigt worden.
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Die Idee, im "Schätzleins Häusla" in Obernbreit ein Heimatmuseum einzurichten, ist gestorben. Jetzt sollen die Kosten für einen Abriss ermittelt werden. Foto: Robert Haaß

Vor rund zehn Jahren war es noch eine Vision: Im "Schätzleins Häusla" in der Würzburger Straße in Obernbreit ein "Heimatmuseum" einzurichten. Heute ist das Projekt gestoben und in der Ratssitzung am Mittwochabend beerdigt worden.

Denn heute sind die Zeiten anders: Wer findet sich noch, ein solches Museum ehrenamtlich zu leiten - und wer interessiert sich noch dafür, wie vor 50 oder 100 Jahren das Leben auf dem Lande war? Wohl kaum jemand, so die etwas bittere Erkenntnis von Bürgermeister Bernhard Brückner. Dazu kommt: Ein solches Museum muss heute auch medial aufgearbeitet sein, oder wie Susanne Knof es auf den Punkt brachte: "Da kann ich nicht drei Nachttöpfe aufstellen und sagen: So war das damals. Das überfordert uns personell und finanziell."

Im Bauausschuss vor einigen Tagen war klar: Das alte und eingebaute Haus abreißen, Parkplätze, einen Baum, eine Bank und gut ist. Im Rat kamen nun allerdings mahnende Worte, etwa von Johannes Hörner, erst einmal die Folgekosten, etwa für Abriss und notfalls den Bau einer Stützmauer zu ermitteln. Eine Entscheidung wurde vertagt.

Klare Entscheidung im Rat: Liegebänke werden auf der Pröschelswiese auf Kosten der Gemeinde, wie aus der Bevölkerung angeregt, nicht aufgestellt. Sollte eine solche Bank gespendet werden, dann ja.

Nach wie vor gibt es Probleme am Schlepperwaschplatz mit der Wasserversorgung aus den dortigen Quellen: Sie liefern zu wenig Nass. Jetzt werden Angebote zur Reaktivierung des Tiefbrunnens eingeholt.

"Damit sind wir auf der Höhe der Zeit", sagte Matthias Walz zum Vorschlag des Bürgermeisters, mit der Überlandzentrale Lülsfeld (ÜZ), dem örtlichen Stromversorger, und dem Institut für Energietechnik, einen "Kooperationsvertrag Energieeffizienzwerke" abzuschließen. Damit werden Energiekonzepte etwa für energetische Gebäudesanierung, Kaltwärmenetze oder auch Photovoltaikanlagen zur Eigenstromnutzung begleitet und gefördert. Für den Großteil der Räte eine gute Sache, die zudem hoch gefördert werden. Erstes Projekt könnte der Kindergarten sein, der demnächst saniert wird.

Grabplatten sind auf dem neuen Friedhofsteil derzeit nicht zulässig. Die Satzung aus den 1970er Jahren gilt als veraltet und soll entsprechend geändert werden, wie die Räte einstimmig beschlossen.

Für die Sanierungsarbeiten des Anwesens Enheimer Straße 55 wurden die Aufträge für das Wärmeverbundsystem an die Firma Hoffmann (Obernbreit) für rund 58 000 Euro, für die Dacharbeiten an die Firma Hartmann (Nenzenheim) für knapp 40 000 Euro und die Schreinerarbeiten an die Obernbreiter Firma Walther für 22 600 Euro vergeben. Die Kosten liegen jeweils unter der Kalkulation.

Für 121 747 Euro wurden die Straßenbauarbeiten für den Abschnitt 3 C des Fußwegenetztes in der Raiffeisenstraße an die Kitzinger Firma Rank vergeben.

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