Volkach
Tourismus

Dreharbeiten bei Volkach in der heißen Phase

Mit modernen Medien durch die Geschichte reisen. Ab Anfang August soll das in Volkach möglich sein. Rund um die Mainschleife sind schon jede Menge Statisten im Einsatz.
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In Volkach und an der Mainschleife laufen aktuell die Dreharbeiten und fotografischen Arbeiten für die "denkmal Route" - eine Visualisierung von geschichtsträchtigen Sehenwürdigkeiten.  Foto: privat
In Volkach und an der Mainschleife laufen aktuell die Dreharbeiten und fotografischen Arbeiten für die "denkmal Route" - eine Visualisierung von geschichtsträchtigen Sehenwürdigkeiten. Foto: privat
"Denkmal Route" lautet der offizielle Titel für die Visualisierung der geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten der beiden Orte. Aktuell läuft die Projektumsetzung hinter den Kulissen mit der Erstellung von Beiträgen, Fotoarbeiten und der Herstellung von Filmen.

An der Mainschleife wird das Projekt in zwei Touren eingeteilt: Eine Altstadttour bietet acht Stationen und eine Mainschleifen-Tour erstreckt sich über alle Mainschleifen-Gemeinden mit insgesamt 29 Stationen. Geführt und informiert werden Interessenten mit Hilfe von Multimedia-Guides (kleine Smartphones). Einheitlich gestaltete Schilder sowie Prospekte ergänzen das Wissen um die geschichtsträchtige Vergangenheit.

QR Codes (von Smart Phones lesbare Pixelcodes) präsentieren kurze Informationsfilme oder Audio-Files und liefern Hintergründe zu Sehenswürdigkeiten, Land und Leute. Sowohl Volkach als auch Bad Kissingen halten jeweils zehn Geräte in den Tourist-Infos vorrätig, die gegen Pfand ausgeliehen werden können. Natürlich kann jeder Smartphone-Besitzer auch auf eigene Faust die Touren mit Hilfe der QR Codes erkunden.

Auftrag ging nach Kitzingen

Das in Kitzingen sitzende Atelier für Gestaltung mit Stefan Issig und Dirk Nitschke an der Spitze hat den Gesamtauftrag für die Projektumsetzung erhalten. Mit dem Texter und Geschichtsfachmann Dr. Jochen Ramming aus Würzburg, den Filmprofis Anja Herrmann und Thomas Kaufmann aus Höchstadt an der Aisch und dem Internet-Fachmann Thomas Fischer aus Würzburg hat man sich weitere Experten ins Boot geholt.

Seit Oktober 2012 laufen die grafischen, textgestalterischen und filmtechnischen Arbeiten auf Hochtouren. Ab August wird es beispielsweise bei der Altstadttour einen 360 Grad-Blick vom Kirchturm in die Ferne geben. Das Schelfenhaus öffnet für die Besucher seine visuellen Tore und historische Filmaufnahmen erwecken das Altstadtleben vor 60 Jahren wieder zum Leben.

Bei der Mainschleifentour präsentieren alle Gemeinden ihre Alleinstellungsmerkmale: Mainfähre, Inselstrand, Türme und Tore, Wallfahrts- oder Weingeschichten sind nur einige Themen, die visuell aufbereitet werden. Statisten wandern aktuell für die Kameras in den Weinbergen umher, nehmen an einer Weinprobe teil oder lernen das Museum Barockscheune oder die Kartause bei einer Führung kennen.

Spätestens mit Beginn der touristischen Hauptsaison ab Mitte August soll das Projekt komplett abgeschlossen sein. Die Europäische Union bezuschusst die "denkmal Route" durch Leader. 60 Prozent der Nettokosten werden so abgedeckt. Für die Mainschleife bedeutet dies rund 55 000 Euro Förderung.
Die Gesamtinvestition für den Schritt ins visuelle Zeitalter beträgt knapp 110 000 Euro.

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