Dornheim

Dornheimer Kerwaburschen ziehen auf neuen Wegen durchs Dorf

Der eine Wagen war natürlich vorprogrammiert: Dass die Dornheimer Kerwaburschen anlässlich ihrer Kirchweih beim Umzug am Sonntag die Umleitung während der Baustelle zwischen Markt Bibart und Enzlar auf einem ihrer Wagen thematisieren – dieses Thema schien gesetzt. Doch dies war nicht die einzige Marotte der vergangenen zwölf Monate, die auf den phantasievoll geschmückten Aufbauten zu sehen waren, die sich am Nachmittag einen neuen Weg durch den Iphöfer Stadtteil bahnten.
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Die Sonne war am Sonntag den Dornheimer Kerwaburschen wohlgesonnen, als sie mit ihren Umzug auf neuen Wegen durch das Dorf zogen. Foto: Carmen Lechner
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Der eine Wagen war natürlich vorprogrammiert: Dass die Dornheimer Kerwaburschen anlässlich ihrer Kirchweih beim Umzug am Sonntag die Umleitung während der Baustelle zwischen Markt Bibart und Enzlar auf einem ihrer Wagen thematisieren – dieses Thema schien gesetzt. Doch dies war nicht die einzige Marotte der vergangenen zwölf Monate, die auf den phantasievoll geschmückten Aufbauten zu sehen waren, die sich am Nachmittag einen neuen Weg durch den Iphöfer Stadtteil bahnten.

Vielleicht war es sogar am Ende ein zwangsweise anderer Weg für den Umzug, der für die kommenden Kirchweihumzüge Vorbild sein kann. Denn da sich der Tross nun nicht entlang der Kreisstraße zwischen Dornheim und Altmannshausen bewegte, sondern parallel dazu in der Dorfstraße, wurde dieser Weg zur Flaniermeile für die zahlreichen Gäste aus Dornheim selbst und den umliegenden Ortschaften. Keine schlechte Idee, weil man so vom üblichen Straßenverkehr verschont bleibt und mal andere Ecken Dornheims begutachten konnte. Und beispielsweise auch einen Abstecher zum idyllisch liegenden Dorfweiher unternahm, an dem die Kerwafichte diesmal aufgestellt wurde.

In Unterhosen gegen die Hitze

Die Aufmerksamkeit der Zuschauer galt dann aber dem Geschehen auf den Wagen. Diesmal hatten die Kerwaburschen einen Dorfbewohner aufs Korn genommen, der statt einen Heizungsinstallateur zu rufen sein Thermostat lieber immer voll aufdreht, weil ansonsten die Heizung ihren Dienst quittiert. Deshalb läuft er auch mal bei geöffnetem Fenster in Unterhosen zuhause rum – den Griff zu Telefonhörer, um den Fachmann zu rufen, hat er bislang gescheut.

Wie es im dörflichen Nebeneinander mal vorkommen kann, kriegen die Nachbarn auch mal einen "aufs Dach", für die wiederum die Misere mit dem ungewollten Status "Umgehungsdorf" und die Hellmitzheimer herhalten mussten. So dichteten die Dornheimer Kerwaburschen, mit Blick auf den Autoverkehr: "Kurz nach Dorna wern se leise, dann kommt Hellmsa, da stinkts nach Sch...".

Und dann war da noch der Dornheimer, der mal einen über den Durst getrunken hatte, was ihm beim Wegbringen des Altglases zum Verhängnis wurde – die Flaschen zerklirrten auf dem Asphalt. Vom Lärm und der Sauerei hatten die Kerwaburschen dummerweise Wind bekommen. Und der Sohn des Hauses stellte den Übeltäter dann zur Krönung am Sonntag auch noch auf dem Wagen nach.

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