Die Anwohner rund um das neu gebaute Gemeinschaftshaus in Brünnau können, sofern sie wollen, bei einer Sanierung ihrer Anwesen auf Zuschüsse hoffen. Wie der Prichsenstadter Bürgermeister Adolf Falkenstein beim Amt für ländliche Entwicklung (ALE) erfahren hat, können einzelne Vorhaben aus dem großen Programm Dorferneuerung mit bis zu 30 000 Euro gefördert werden.

Das trifft auch auf kommunale Grundstücke zu. Unter anderem fördert das ALE auch den Abbruch von Gebäuden und beispielsweise Grünflächen anstelle von Gebäude. „Das muss alles im zeitlichen Zusammenhang mit dem Neubau des Gemeindehauses stehen“, sagte Falkenstein in der vergangenen Stadtratsitzung. Das bedeutet, dass Projekte, auch privater Art, verbindlich bis Ende 2017 abgerechnet sein müssen.

Brunnen-Neugestaltung

Bei einer Anliegerversammlung in Brünnau im Oktober hatten sich die 30 Teilnehmer einstimmig für den Abbruch des ehemaligen Gemeindehauses mit anschließender Gestaltung des freien Platzes sowie der Neugestaltung des vorhandenen Brunnens inklusive einer eventuellen Verlegung und die Neugestaltung des Platzes am Kriegerdenkmal ausgesprochen. Gleichzeitig baten sie den Stadtrat, dies auf den Weg zu bringen, was teilweise bereits geschehen ist.

Zwischenzeitlich, so Falkenstein weiter, hätten drei Grundstückseigentümer erklärt, Erneuerungen anpacken zu wollen. „Einer von ihnen steht quasi schon mit aufgekrempelten Ärmeln bereit“, so Falkenstein. Weil mehrere Ratsmitglieder die übrigen Ortsteile Prichsenstadts ins Gespräch brachten, ergänzte der Bürgermeister seinen Antrag entsprechend.

Für die allgemeine Dorferneuerung können pro Ortsteil bis zu 250 000 Euro zur Verfügung stehen. Die von Falkenstein angesprochenen 30 000 Euro gelten für private Maßnahmen, „und da ist, im Gegensatz zur kommunalen Dorferneuerung, keine Deckelung vorgesehen. Da können so viele Bürger mit einsteigen wie sie es wollen, das ist ein anderer Fördertopf“. Mit 14:0 Stimmen beschloss der Rat, weitere Maßnahmen „anstreben zu wollen“.