So, das war's. Die ersten vier Monate des Jahres sind rum. Die Zwischennote fällt wettertechnisch eher schlecht aus. Ausreichend war's nicht, mangelhaft passt eher. Das gilt für die Niederschläge ebenso wie für die Sonnenstunden und die Temperaturen. Zielmarke weit verfehlt. Aber egal. Es kann nur noch besser werden.

Dafür bietet sich der Wonnemonat Mai natürlich an. Aber bevor der am Mittwoch loslegt, muss erst einmal die Walburgisnacht schadlos überstanden werden. In der sind in unseren Breiten zwar nicht die Hexen und Geister unterwegs, gefährlich ist sie dennoch.

Vor allem den überall im Landkreis am Dienstagabend frisch aufgestellten und geschmückten Maibäumen droht Ungemach. In den vergangenen Jahren ist immer wieder mal einer zu Fall gekommen. Was natürlich eine Schande für die ist, die den Baum eigentlich bewachen sollten und sich dann doch – warum auch immer – dem Schlaf hingegeben haben.

In Kitzingen haben wir in diesem Jahr so was wie die Qual der Wahl. Einmal gibt es – wie seit Jahren – zum 1. Mai den vom Gewerkschaftsbund verordneten Mix aus Kabarett und Kundgebung. Am Dienstag gibt's was „schön scharfes“ von Jens Neutag. Am Mittwoch geht es im Bayernheim um Politik. Während die Kundgebung konkurrenzlos da steht, bekommt Neutag Konkurrenz.

Seit zig Jahren gibt es im Dekanatszentrum wieder einen Maitanz und das mit zwei Gruppen und auch noch für einen guten Zweck. Und die Kitzinger haben die Wahl. Da kann man ja gelegentlich daneben liegen – im Gegensatz zu Wetter- oder Bauernregeln. Auf die ist immer Verlass, zumindest wenn sie so gehen: Gewitter im Mai, April vorbei.

Die Dienstags-Dischli, das sind mehr oder weniger tiefschürfende Gedanken der Expertenrunde an den Steh-Tischen (fränkisch: Dischli) in der Kitzinger Fußgängerzone.