KITZINGEN

Dienst als Ehrensache

Die einen staunten angesichts des großen Auflaufs und die anderen wurden von Ärzten kurzzeitig zu Fotografen. Der Leitende Chefarzt der Klinik Kitzinger Land, Dr. Stephan Rapp, sowie sein Chefarzt-Kollege Dirk Gühlen hielten die Hauptübung zur Feuerwehr-Aktionswoche mit ihren i-phones in Bildern fest.
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Rettung aus luftiger Höhe: Die Kitzinger Einsatzkräfte bergen bei der Aktionswochen-Hauptübung mit der Rettungsleiter Personen aus dem sechsten Stock der Klinik Kitzinger Land. Die Übung verfolgen Oberbürgermeister Siegfried Müller, Feuerwehrreferentin Rosemarie Richter und Landrätin Tamara Bischof. Foto: Hartmut Hess

Die einen staunten angesichts des großen Auflaufs und die anderen wurden von Ärzten kurzzeitig zu Fotografen. Der Leitende Chefarzt der Klinik Kitzinger Land, Dr. Stephan Rapp, sowie sein Chefarzt-Kollege Dirk Gühlen hielten die Hauptübung zur Feuerwehr-Aktionswoche mit ihren i-phones in Bildern fest.

Unter der Regie von Stadtbrandinspektor Markus Ungerer rückten über 100 Einsatzkräfte am Samstag an, um den angenommenen Ernstfall zu bewältigen. Die Wehren aus Kitzingen, Hoheim, Hohenfeld, Sickershausen und Repperndorf sowie die Werksfeuerwehren von Fehrer und Frankenguss arbeiteten Hand in Hand und lösten die Aufgaben problemlos. Durch Feuer und Rauchentwicklung sind mehrere Treppenhäuser und Fluchtwege nicht begehbar, weswegen die Personen über das Dach geborgen werden mussten. Derweil bauten andere Kräfte die Wasserversorgung auf, um den Brand im Technikbereich zu bekämpfen. „Die Klinik ist ein hochsensibles Gebäude“, erklärte Landrätin Tamara Bischof. Bischof verfolgte die Übung zusammen mit Oberbürgermeister Siegfried Müller und der Feuerwehrreferentin Rosemarie Richter die Einsatzübung. Der Experte Engelbert Scherer erläuterte den Ablauf. Die Zuschauer konnten sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit und der technischen Ausstattung der Feuerwehren machen.

Kreisbrandmeister Hans Dresch ging auf das Motto der Feuerwehr-Aktionswoche „Ehrensache – komm und mach mit“ ein. Bei den Feuerwehren werde ehrenamtliches Engagement gelebt. Es sollte in der Bürgerschaft die Prämisse gelten, sich gegenseitig zu helfen, statt nur nach dem Staat zu rufen, sagte Dresch. Die Feuerwehren würden gerne neue Kräfte begrüßen und sie zu Rettungseinsätzen befähigen. Im Landkreis leisten rund 3500 Frauen und Männer Dienst in Feuerwehren. Die geborgenen Personen wurden am Samstag bestens versorgt von den Einsatzkräften des Roten Kreuzes unter Einsatzleiter Christian Ganzinger. Die Sanitäter nahmen die „Verletzten“ in Empfang und versorgten sie medizinisch, menschlichen Beistand leistete Andrea Finger von der Psychosozialen Notfallversorgung.

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