KITZINGEN

Die tanzende Lina und kämpfende Jungs

„Wir sind bunt und haben heute auf dem Marktplatz einen schönen Ort der Begegnung“, beschrieb Astrid Glos das Nachbarschaftsfest am Samstag auf dem Marktplatz. Die Integrations-Referentin der Stadt war sich mit der Dialogbeauftragten des Türkisch-islamischen Kulturvereins, Ditib, Safiye Klein, einig, dass das Fest eine prima Form der Völkerverständigung ist.
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Anmutiges Trio: Die Jungs nehmen Haltung an, während die Nationalitäten der Gruppe Sport-Kid-Tarzan präsentiert werden. Foto: Foto: Hess

„Wir sind bunt und haben heute auf dem Marktplatz einen schönen Ort der Begegnung“, beschrieb Astrid Glos das Nachbarschaftsfest am Samstag auf dem Marktplatz. Die Integrations-Referentin der Stadt war sich mit der Dialogbeauftragten des Türkisch-islamischen Kulturvereins, Ditib, Safiye Klein, einig, dass das Fest eine prima Form der Völkerverständigung ist.

„Das ist ein Fest von Bürgern für Bürger“, betonte Astrid Glos. Sie hatte das Fest vor fünf Jahren erstmals initiiert. Ob einst türkische, griechische oder italienische Arbeitskräfte, die nach Deutschland ausgewandert waren, oder heute Kriegsflüchtlinge: „Sie sind uns alle willkommen und wir empfangen sie mit einer guten Anerkennungskultur“, meinte Astrid Glos. Sie rief alle Bürger dazu auf, den Asyl suchenden Menschen mit Respekt, Toleranz, Wertschätzung und gegenseitigem Verständnis zu begegnen.

Astrid Glos nutzte die große Kulisse, um den Mitgliedern des Integrationsbeirats für ihr Engagement zu danken. Sie würdigte ihre Mitstreiter als „Dreamteam“ und freute sich auf die Zusammenarbeit in den kommenden fünf Jahren.

Nach der Begrüßung wurde es richtig festlich, als der Kolping-Musikkorps mehrere Nationalhymnen spielte. Nachdenklich gestaltete sich derweil die Atmosphäre, als Flüchtlinge auf der Nachbarschaftsfest-Bühne ein Interview gaben. Das Bühnenprogramm entpuppte sich sehr abwechslungsreich mit Einlagen von Musikgruppen, Tanzgruppen und Vorführungen internationaler Gruppierungen.

Grazil bewegte sich die achtjährige Lina Stierhof auf der Bühne. Das Mädchen mit thailändischer Mutter verdiente sich viel Applaus mit thailändischen Tänzen. „Diese Gruppe lebt Integration perfekt vor“, kommentierte Astrid Glos den Auftritt der Gruppe Sport-Kid-Tarzan von Oxana Thomas. Denn in der Gruppe sind Kinder aus 20 Nationalitäten vereint und haben Spaß am Sport miteinander, was ihr Auftritt mit Tanz und Kampfeinlagen offenbarte. Ebenso keine Berührungsängste prägte das Soccerturnier hinter der Katholischen Stadtkirche.

Die Rathaus-Praktikantin Patrycja Krol aus der polnischen Partnerstadt Trebnitz mit Musikern der Kitzinger Musikschule, der Chor Druschba mit Helene Bausenwein sowie eine lettische Tanzgruppe – viele Menschen mit Migrationshintergrund trugen Programmpunkte bei. Einige Kindergärten waren ebenfalls mit Vorführungen dabei, Matthias Lux und die Akkordeongruppe und auch Schüler der Mittelschule Siedlung waren mit Tanz und Gesang präsent.

Das Nachbarschaftsfest kam einer musikalischen Weltreise gleich mit vegetarischen Bällchen aus Linsen und Hirse sowie Pizza beim Türkisch-islamischen Kulturverein, russischen Spezialitäten, griechischem Gyros, spanischen Spezialitäten von Wirtschaftsschülern, bis hin zu Glasnudeln, Gemüse und Fleisch aus Thailand.

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