Die Buchbrunner haben seit Samstagabend mit Isabell Hüsam eine neue Weinprinzessin. Sie übernahm bei der Krönungsfeier in der Mehrzweckhalle die Krone der örtlichen Weinmajestät von Margarethe Fischer und wird in den kommenden beiden Jahren für den Wein vom Buchbrunner Heißen Stein werben.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Weinprinzessin werde“, verriet die 19-Jährige. Denn sie war der Meinung gewesen, dass in diesem Amt Winzertöchter den Vorzug bekommen. Freilich kennt sie Weinberge schon von Kindesbeinen an durch die zwei Weinberge ihrer Oma. Eine innige Verbindung: „Ich war schon immer gerne draußen im Grünen“, erzählte Isabell Hüsam.

Auch in ihrer Freizeit ist Isabell Hüsam teilweise in den Weinbergen anzutreffen – beim Joggen. Ansonsten frönt sie noch dem Step-Aerobic. Die junge Dame mit den langen dunklen Haaren hat im vergangenen Jahr ihr Abitur gemacht und absolviert derzeit ein freiwilliges ökologisches Jahr im Walderlebniszentrum Gramschatzer Wald. Danach will sie eine Lehre als Landschaftsgärtnerin machen, um anschließend Landschaftsarchitektur zu studieren.

Zum Abschied lobte Buchbrunns Bürgermeister Hans Friederich das Wirken von Margarethe Fischer, die Buchbrunn und den Wein charmant vertreten habe. Kitzingens Hofrat Walter Vierrether war mit rund 20 Majestäten aus seinem Hofstaat gut vertreten und wies Margarethe Fischer darauf hin, dass er abgekrönte Prinzessinnen immer wieder zu Präsentationen einlade.

Die scheidende Majestät sei stets lustig gewesen und „hat immer für Action gesorgt“, so Vierrether. „Du warst unser Aushängeschild“, lobte Hanns Kristmann, Vorsitzender des Weinfestausrichters Turn- und Sportverein (TSV) Buchbrunn, Margarethe Fischer.

Die scheidende Majestät habe gerne das Dirndl getragen, das sie von ihrer Oma genäht bekommen hatte, während ihre Mutter weitere Dirndl spendiert und die dekoriert habe. Derweil habe Isabells Freund Olli als „Casteller Schirmherr“ eine gute Figur abgegeben.

„Echt der Hammer“

Sie habe tolle Erlebnisse gehabt und Promis kennengelernt, sagte Margarethe Fischer. Sie brachte die geladenen Gäste zum Lachen, als sie von Vierrether als „bestem Hühnerwirt der Welt“ sprach und anfügte, dass die „Hühner im Hofstaat echt der Hammer sind“.

Vierrether revanchierte sich postwendend, die Hofstaats-Hühner legten eigens eine Einlage hin und auch die Buchbrunner Geometer hatten sich extra für Margarethe Fischer etwas einfallen lassen.

Neben der Position der Weinprinzessin gibt es in Buchbrunn einen weiteren Wechsel beim Weinfestleiter. Klaus May beendete seine führende Tätigkeit für den TSV Buchbrunn nach 20 Jahren, was die Anwesenden mit Applaus honorierten.

Seine Nachfolge trat Dieter Deppisch an, der jetzt federführend die Organisation des Weinfestes übernimmt. Er führte locker und lässig durch das Abendprogramm.