PRICHSENSTADT

Die nächste Klage ist bereits angekündigt

Der umstrittene Bebauungsplan Neudorf II nimmt konkrete Formen an. In seiner Sitzung am Donnerstagabend zurrte der Stadtrat den reduzierten Bebauungsplan fest und einigte sich auch auf die vorläufigen Erschließungskosten. Demnach müssen sich Bauherren, die eines der drei neu entstandenen Grundstücke bauen wollen, auf etwa 33 Euro pro Quadratmeter für Wasser, Abwasser und Straßenbau einstellen. Bürgermeister Adolf Falkenstein wies ausdrücklich darauf hin, dass es sich bislang nur um geschätzte Kosten handelt, die Höhe ist vom Umfang der Bebauung auf den Grundstücken und den tatsächlichen Kosten für den Straßenbau abhängig.
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Prichsenstadt Rathaus
Foto: Knappe

Der umstrittene Bebauungsplan Neudorf II nimmt konkrete Formen an. In seiner Sitzung am Donnerstagabend zurrte der Stadtrat den reduzierten Bebauungsplan fest und einigte sich auch auf die vorläufigen Erschließungskosten. Demnach müssen sich Bauherren, die eines der drei neu entstandenen Grundstücke bauen wollen, auf etwa 33 Euro pro Quadratmeter für Wasser, Abwasser und Straßenbau einstellen. Bürgermeister Adolf Falkenstein wies ausdrücklich darauf hin, dass es sich bislang nur um geschätzte Kosten handelt, die Höhe ist vom Umfang der Bebauung auf den Grundstücken und den tatsächlichen Kosten für den Straßenbau abhängig.

Wie mehrfach berichtet ist dieses Baugebiet heftig umstritten. Mehrere Anwaltschreiben liegen noch auf dem Schreibtisch des Bürgermeisters, die nächste Klage ist bereits angekündigt. Horst Busch hatte dem Bürgermeister schriftlich mitgeteilt, dass er auch gegen die Ausweisung eines reduzierten Baugebietes klagen wird, was der Rat zur Kenntnis genommen hat.

Eigentlich hatte sich die Stadt von diesem Baugebiet verabschieden wollen. Wegen formeller Fehler bei der „Verabschiedung“ befindet es sich eben nicht in der Aufhebung, sondern existiert in der reduzierten Form weiter. Ursula Reiche (CSU) plädierte dafür, sich endgültig von diesem Baugebiet zu trennen. „Wir hatten in der Vergangenheit schon sehr viel Ärger deswegen und Stress“, sagte sie. Es gäbe nur einen wirklichen Bauwilligen, die Grundstücksverhältnisse seien noch ungeklärt, „da ist weiterer Krach vorprogrammiert“. Die vielen Beschwerden, entgegnete Neudorfs Ortssprecher Reinhold Müller (Freie Bürgergemeinschaft), kämen von einigen wenigen Bürgern, „und deren Meinung spiegelt bei weitem nicht die in Neudorf vorherrschende Meinung wider. Bitte lasst die Leute endlich dort bauen“. In der verkleinerten Version, mit lediglich drei neuen Bauplätzen, „wird uns das kein Verwaltungsgericht wieder kassieren“, so der Bürgermeister, „damit bieten wir einem Richter möglicherweise zu wenig Angriffsfläche“.

Nachdem das Baugebiet nun in Form gegossen worden war, haben die Stadträte auch endgültig der schon mehrfach geäußerten Bauvoranfrage von Kerstin und Thorsten Seubelt zum Neubau eines Wohnhauses zumindest ihr Einvernehmen zugesagt und das Aufstellungsverfahren in die Wege geleitet.

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