PROSSELSHEIM/VOLKACH

Die ideale Trasse für den Neubau der Staatsstraße bei Prosselsheim

Die ideale Trasse für den Neubau der Staatsstraße zwischen Prosselsheim und dem Abzweig nach Untereisenheim gefunden haben ihrer Meinung nach die staatlichen Straßenplaner: Prosselsheim wird südlich umfahren.
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Die ideale Trasse für den Neubau der Staatsstraße zwischen Prosselsheim und dem Abzweig nach Untereisenheim gefunden haben ihrer Meinung nach die staatlichen Straßenplaner: Prosselsheim wird südlich umfahren.

Zudem ist die weitergehende Trasse nun im Bereich Untereisenheim weit genug vom „Weißen Haus“ und dessen Quellen entfernt. Die bestehende Kapelle wird nördlich umfahren. Außerdem ist der Flächenverbrauch bei diesem Ausbau am geringsten, sagen die Straßenbauer.

Das Staatliche Bauamt Würzburg hatte mit seinem Fachbereichsleiter für Straßenbau Michael Fuchs, dem Abteilungsleiter für Planung Falk Piller und dem Projektleiter Bernd Vetter in das Sportheim des ASV in Untereisenheim eingeladen, um den neuesten Stand der Pläne vorzustellen. Zu diesem Informationsabend waren viele Interessierte sowie Vertreter der Gemeinden Eisenheim mit Bürgermeister Andreas Hoßmann, Prosselsheim mit Bürgermeisterin Birgit Börger und der Stadt Volkach mit Bürgermeister Peter Kornell gekommen.

Fuchs machte noch einmal deutlich, ein Um- oder Ausbau sei sehr viel teuerer als eine neue Straße. „Das Verfahren für einen Neubau läuft mit Unterstützung aller politischen Ebenen sehr gut. Deshalb ist die Umgehungsstraße auf dem besten Weg, dass sie realisiert werden kann.“

Ein Winzer aus Escherndorf monierte: „Ich habe in der Trasse einen Weinberg mit 1,2 Hektar. Diesen konnte ich bisher maschinell gut bearbeiten. Wenn die neue Straße kommt, wird mein Grundstück zerschnitten und ist damit nur schwer zu bearbeiten.“ Bürgermeister Hoßmann erklärte, dass die Gemeinde bereits im Jahr 2012 der Verlegung der Staatsstraße grundsätzlich zugestimmt hat. „Denn bei aller Diskussion sollten wir uns die Frage stellen ,Wollen wir noch 20 Jahre über die Rumpelstraße fahren?‘. Wir sollten die Chance nutzen.“ Klaus Hochrein vom Weinbauverein Untereisenheim gab zu bedenken: „Wenn die Straße kommt, wird sehr gutes Ackerland und guter Weinberg verbraucht. Wie steht es für die Anlieger mit den Ausgleichsflächen? Außerdem sollte die Maßnahme von einer Flurbereinigung begleitet werden.“

Aber wer zahle? Robert Bromma vom Amt für ländliche Entwicklung antwortete: „Auf Antrag der Gemeinde und/oder des Staatlichen Bauamts ist es möglich, im Baubereich eine großzügige örtliche Flurbereinigung durchzuführen.“ Die Kosten würden voraussichtlich vom Staatlichen Straßenbauamt übernommen. Albert Sauer, Winzer aus Escherndorf sagte: „Wir sind auf jeden Quadratmeter Rebfläche angewiesen. Ich schlage deshalb vor, eine großzügige fünf bis zehn zehn Hektar große Ausgleichsfläche für Weinberge auszuweisen. Dazu Fuchs: „Ein sehr guter Vorschlag, den es zu prüfen gilt.“

Umgehung Prosselsheim

Die komplette Strecke der Umgehung Prosselsheim ist in drei Bauabschnitte zerteilt. Für die eigentliche Umgehung bei Prosselsheim fallen 3,1 Millionen Euro an. Davon trägt der Freistaat Bayern die meisten Kosten, die 1200-Seelen-Gemeinde Prosselsheim soll 600 000 Euro aufbringen.

Der zweite Bauabschnitt von Prosselsheim in Richtung Volkach bis zur Einmündung nach Escherndorf finanziert der Freistaat. Die Kostenschätzung beträgt 3,4 Millionen Euro.

Der letzte Bauabschnitt betrifft die Einmündung auf der Kreisstraße Wü 4 in Richtung Eisenheim. Hier muss sich der Landkreis Würzburg mit 800 000 Euro beteiligen. Insgesamt soll der Neubau der Staatsstraße bei der jetzt favorisierten Trasse 9,2 Millionen Euro kosten.

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