MAINBERNHEIM

Die ersten Fördergelder sind schon bewilligt

Bis Ende November muss die Stadt Mainbernheim bei der Regierung von Unterfranken Projekte anmelden, für die sie im kommenden Jahr gerne Fördergelder erhalten möchte. Der Stadtrat legte ein Maßnahmenpaket vor, bei dem es für einen Teil bereits grünes Licht gibt: die Fördermittel für die Quartiersstellplätze in der Berggasse wurden zugesagt.
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Soll bald der Vergangenheit angehören: Die Regierung von Unterfranken hat die Fördergelder zur Schaffung von Quartiersstellplätzen bei der Brandruine in der Mainbernheimer Berggasse freigegeben. Foto: Foto: Timo Lechner

Bis Ende November muss die Stadt Mainbernheim bei der Regierung von Unterfranken Projekte anmelden, für die sie im kommenden Jahr gerne Fördergelder erhalten möchte. Der Stadtrat legte ein Maßnahmenpaket vor, bei dem es für einen Teil bereits grünes Licht gibt: die Fördermittel für die Quartiersstellplätze in der Berggasse wurden zugesagt.

Seit einem Brand vor wenigen Jahren klafft eine hässliche Lücke an der nördlichen Stadtmauer. Da ohnehin altstadtnah Bedarf an Parkplätzen besteht, will die Stadt dort Stellplätze errichten (wir berichteten). Die Regierung hat nun 122 700 Euro als zuwendungsfähig anerkannt. Geplant ist ein Fördersatz in Höhe von 80 Prozent, womit die Stadt noch rund 25 000 Euro beisteuern muss. Sollten wider Erwarten in 2016 doch keine Mittel aus dem Struktur- und Härtefonds zur Verfügung stehen, fällt die Förderung knapp 10 000 Euro weniger aus. Jetzt soll ein Bauplan erstellt und dem Landratsamt vorgelegt werden. Die Ausschreibung soll zeitnah erfolgen, sodass im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden kann.

Für die Städtebauförderung angemeldet werden sollen neben den laufenden Vorhaben Schulgasse auch die Arbeiten am Wehrgang vom Weidtenturm bis zum Schützengarten. Auch hier gibt es seitens der Regierung bereits einen positiven Förderbescheid. Von den geschätzten Kosten in Höhe von 79 500 Euro werden 70 100 als zuwendungsfähig anerkannt und 42 000 Euro überwiesen. Auf dem Weg entsteht eine wassergebundene Decke, im Pflasterbereich wird ein Streifen gesägter Kalkstein eingebaut. Dieser soll dann sogar „rollatorfähig“ sein. Freiliegende Dachrinnen auf diesem Areal sollen an die Oberflächenbewässerung mit angeschlossen werden. Das Wasser mündet in die Kanalisation der nahen Herrnstraße. Auch hier soll bald ausgeschrieben werden.

Neu ins Förderprogramm kommt ein Konzept für die Umgestaltung der Herrnstraße, den Ausbau des Holzgrabens vom Unteren Tor bis zum evangelischen Gemeindehaus sowie der Baulückenschluss am Kirchplatz 2. Hier will die Verwaltung 150 000 Euro ansetzen, um womöglich auch wieder ein Haus zu bauen.

Thomas Kramer (CSU) fragte in der Ratssitzung, wieso man hier nicht gleich weitere Parkplätze schaffe. Bürgermeister Peter Kraus entgegnete, dass man bei Bedarf auch „was Gescheites“ machen könne, idealerweise seien die Fördermittel dann bereits bewilligt. „Zurück“ zum Thema Parkplätze könne man dann immer noch. Generell sollten beim Verkehrskonzept für die Herrnstraße Möglichkeiten für Parkmöglichkeiten im Bereich Holzgraben/Turngarten überprüft werden.

Eugen Reifenscheid (SPD) wollte wissen, ob im kommenden Jahr möglicherweise Kosten für Sanierungsarbeiten an der Stadtmauer auf die Stadt zukommen könnten. Laut Kraus stehe nichts an. Kleinere Arbeiten würde die Stadt in Eigenregie vornehmen.

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