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Untersambach

Die Zeit drängt bei der Kläranlage

Die erste der nun anstehenden Bürgerversammlungen hielt Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier in Untersambach, wo sich rund 60 Bürger des Ortsteils die Neuigkeiten aus der Gemeindepolitik anhörten. In dem mittlerweile von der Einwohnerzahl her mit 255 Bürgern kleinsten Ortsteil steht nun mit dem Anschluss der dortigen Kläranlage an die nach Wiesentheid ein großes Projekt an.
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Die Genehmigung für die Schilfkläranlage im Wiesentheider Ortsteil Untersambach läuft Ende 2021 ab. Der See soll dann zum Regenrückhalt werden. Foto: Andreas Stöckinger

Die erste der nun anstehenden Bürgerversammlungen hielt Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier in Untersambach, wo sich rund 60 Bürger des Ortsteils die Neuigkeiten aus der Gemeindepolitik anhörten. In dem mittlerweile von der Einwohnerzahl her mit 255 Bürgern kleinsten Ortsteil steht nun mit dem Anschluss der dortigen Kläranlage an die nach Wiesentheid ein großes Projekt an.

Beim Punkt Abwasser drängt die Zeit, läuft doch die Erlaubnis zum Betrieb der Schilfkläranlage Ende 2021 ab. Rund 2,1 Millionen Euro wurden bei Vorberechnungen an Kosten geschätzt. Die Pläne stehen, wie vorgegangen wird, ist auch einigermaßen klar. Erst werde, so Bürgermeister Knaier, die Druckleitung nach Wiesentheid errichtet, dann wird die momentane Teichkläranlage zu einem Regenrückhalt umgebaut. Als nächstes ist der Kanal in der Sambachstraße zu erneuern. Exakte Kosten sind derzeit schwierig voraus zu sagen, auch weil noch ein staatlicher Zuschuss in Aussicht steht. Zudem müsse man erst die Ausschreibung und die Angebote der Baufirmen abwarten, meinte Ludwig Haissig vom Bauamt.

Straße nach Wiesentheid verbreitern

Ein Thema der Versammlung war erneut der Ausbau der Straße nach Wiesenheid, der bereits zu zwei Dritteln erfolgt ist. Beim Rest vom Waldstück bis zum Ortseingang solle nur ein Deckenbau erfolgen, verbreitert werde die Strecke nicht, teilte Bürgermeister Knaier den Beschluss des Landratsamtes mit. Das bringe nichts, da könne man es gleich sein lassen, monierte etwa Herbert Freund. Die Bürger wünschten nach wie vor eine Verbreiterung der schmalen und deswegen gefährlichen Strecke, wurde in der Versammlung deutlich. Dann müssten entlang der Strecke weitere Leitplanken erstellt werden, darauf wies Michaela Mey hin. Zudem müsste der Radweg verlegt werden.

Erneut wurde die nicht erlaubte Querung der Strecke auf Höhe der Einfahrt zur Mühle moniert. Immer wieder kämen dazu neue Argumente, warum das nicht so einfach möglich sei, es wirke so, als hätte die Behörde keine Lust mehr, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, hieß es in der Versammlung.

Außerdem fragte in der Versammlung Fred Hahn zu der von ihm bereits mehrfach angeregten Fläche für Urnengräber im Untersambacher Friedhof. Alle Friedhöfe in der Gemeinde würden derzeit von einem Fachbüro überplant, man sei dabei, sie zunächst digital zu vermessen, antwortete der Bürgermeister. Er sicherte zu, dass die Kommune die Möglichkeiten vor Ort mit den Bürgern besprechen werde. Irene Hünnerkopf regte dazu ein Treffen der Untersambacher im Vorfeld an.

In der Bürgerversammlung monierte Alfons Böhm, die Wasserleitung in der Waldstraße müsse erneuert werden. Ein Ingenieurbüro prüfe das, so der Bürgermeister. Weiteres Anliegen waren Schattenspender für den Kinderspielplatz. Moniert wurde zudem, dass beim Schneiden von Hecken in der Flur zuletzt viel Astwerk in Gräben und Bächen liegen geblieben sei.

Außerdem wollten die Bürger einiges zu Dingen in Wiesentheid wissen, wie etwa zu den neu gestalteten Parkplätzen entlang der Kanzleistraße. Viel zu klein, zu schmal und zu steil seien diese. Bürgermeister Knaier wies darauf hin, dass die Parkplätze laut Norm groß genug seien. Sie seien aufgrund der Witterung noch nicht fertig gestellt, es fehle die Asphaltschicht. Zudem würde die momentan scharf kantigen Randsteine noch abgeschliffen, also gerundet.

Zu weiteren Punkten, wie dem Stand beim Thema Salatfabrik fragten die Bürger, wozu Knaier etwas weiter ausholte. Aktuell gebe es nichts neues, es liege kein Bauantrag vor.

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