GLOSSE

Die Woche: Kröten, Kürbisse und die K-Frage

Interessiert jemanden die K-Frage? Nö? Recht so. Ob Euro-Rettungsbeschirmerin Angela Merkel oder Vortragsreisender Peer Steinbrück als Kanzler(in) im Parlament der Nebenverdienstler die erste Geige spielen dürfen, entscheidet sich ja erst im Herbst 2013.
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Die Woche:     Notfalls Eimer unter den Tisch

Interessiert jemanden die K-Frage? Nö? Recht so. Ob Euro-Rettungsbeschirmerin Angela Merkel oder Vortragsreisender Peer Steinbrück als Kanzler(in) im Parlament der Nebenverdienstler die erste Geige spielen dürfen, entscheidet sich ja erst im Herbst 2013.

Viel wichtiger sind die K-Antworten. Die aus dieser Woche. Beispiel Kürbis. Lecker, locker, leicht gemacht – sagt Ernährungsberaterin Monika Hegwein. Aber ob der Kürbis Kaiser im Garten ist? Bei mir jedenfalls nicht. Mein Grün ist eine repräsentative Demokratie: Ich bin der „Monarch“, die beste aller Ehefrauen der Arbeitsminister und über die Verteilung der Lebensmittel entscheiden die Nacktschnecken.

Aber genug von Kaiser Kürbis. Der steht zwar auf der Liste der vom Verzehr bedrohten Arten, neigt aber – dank hoher Fortpflanzungsraten – zum lockeren Überleben. Anders geht's den Kröten. Wenn die zum fürs Vermehren wichtigen Liebesspiel eilen, ist das hochriskant. Wegen der Straßen, die tragischerweise die Kröten auf zwei Spezies verkürzen: schnelle und tote.

Zum Glück für die Amphibienpopulation gibt es a. Tierschützer, die Kröte, Frosch und Co. über die Straße tragen und b. Krötentunnel. 21 an der Zahl werden 2013 zwischen Volkach und Eichfeld zum Unterwandern einladen. Aus Sicht des Kröterichs ist die 370 000-Euro-Investition mit Sicherheit ein Gewinn: Schluss mit der einstigen Über-die-Straße-Hetzerei zum Rendezvous, keine eiskalten Naturschützerhände mehr und ein Licht am Ende des Tunnels, das romantische Freuden verspricht.

Ein echter Gewinn ist auch K-Antwort Nummer drei: Klassik rockt. Ein echter Selbstläufer. Ruckzuck alle Karten weg für das Kitzinger Konzert. Und wenn heute abend der Punk, pardon der gute rockige Ton mit über 100 Musikern abgeht, dringt der in rund 1300 Ohren. Ein Top-Ereignis, das der Stadtmarketing-Verein auf die Beine gestellt hat.

Klassisch sind auch die Kitzinger Haushaltsberatungen. Am Dienstag, 6. November, wird die Aufführung der Kämmerei eröffnet. Da wird der eine oder andere Stadtrat mit Investitions-Wünschen auch die eine oder andere Kröte zu schlucken haben, während der Kürbis zwischen den Schultern mit Zahlenkrämpfen kämpft. Und ganz am Ende gibt's wieder die K-Frage: Was ist noch in der Kasse?

Die Woche blickt immer samstags zurück, was unseren Autoren in den vergangenen sieben Tagen aufgefallen ist.

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