Die Woche: Komischer Anfang

Die erste Woche des neuen Jahres war irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch: Das Wetter im Landkreis konnte sich nicht entscheiden zwischen Frühling und Winter – also kam als Mittelding ein feucht-trübes, windiges Etwas heraus, das sich anfühlte wie ein zu warmer November.
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Die Woche:     Notfalls Eimer unter den Tisch

Die erste Woche des neuen Jahres war irgendwie nicht Fisch und nicht Fleisch: Das Wetter im Landkreis konnte sich nicht entscheiden zwischen Frühling und Winter – also kam als Mittelding ein feucht-trübes, windiges Etwas heraus, das sich anfühlte wie ein zu warmer November.

Leicht zwiespältig klang auch der Polizeibericht zur Silvesternacht: Einerseits sei das Ganze halbwegs im Rahmen geblieben. Andererseits folgte eine ziemliche Litanei von Raufereien oder Sachbeschädigungen. Und für jenen Mann, der sich erst mit Sanitätern, dann mit der Polizei anlegte, in der Ausnüchterungszelle landete, war der dicke Kater am 1. Januar vermutlich nicht das Unangenehmste. Das juristische Nachspiel könnte teurer werden. . .

Für uns Zeitungsmacher war es dieser Tage eher schwierig, Ansprechpartner zu erreichen: Fast überall Anrufbeantworter, Notbesetzungen. Gelegentlich haben wir sogar ungewollt im Urlaub gestört: Einer war gerade auf der Piste im Allgäu, ein anderer in Dubai im Einkaufscenter – Handy ausschalten wäre bisweilen eine gute Idee.

Auf gar keinen Fall wollten wir die Exerzitien in der Abtei Münsterschwarzach stören. Unser weltliches Anliegen, dem neuen Prior ein paar Fragen zu seiner Aufgabe zu stellen, ist ja nicht an den Tag gebunden.

Fast schon Makulatur ist die eigene Diätplanung: Auf die Schlemmereien zum Fest folgen jetzt die Sekt- und Schnittchen-lastigen Neujahrsempfänge oder Prunksitzungen. Und fast schon wie eine Verschwörung fühlt sich an, dass in der Redaktion noch ein zweiter, unberührter Adventskalender aufgetaucht ist: Also jetzt täglich zwei Türchen öffnen, zwei Stück Schokolade futtern.

Da kommt die beste Nachricht der Woche doch wie gerufen: Laut einer US-Studie leben Menschen mit gepflegtem Hüftgold länger als die Ranken und Schlanken. Da könnte unsereiner doch glatt uralt werden!

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